Australien
unsere Route:
44.
Tasmanien rechtsrum
01. bis 15. April 2026
Σ km 64.076
01.04.2026
Wir beide sind heute zunächst nach Richmond gefahren, einem lieblichen Ort mit vielen alten Steinhäusern und der ältesten durchgehend genutzten Brücke Australiens. In Hobart wollten wir uns dann noch einmal das 'Museum of old and new Art (MONA)' ansehen, das hatte aber geschlossen. Ein Besuch des Hafens mit Frühstück und eines Fotogeschäftes in der Fußgängerzone haben uns entschädigt. Jetzt stehen wir in Franklin am 'Huon River', auf dem Weg zur Südspitze Tasmaniens.

Hafen von Hobart

Restaurant "Betrunkener Admiral"
07.04.2026
Bis zum 'Cockle Creek', dem mit einem Fahrzeug südlichsten erreichbaren Punkt Tasmaniens, sind wir hinuntergefahren. Regen, Wind und Kälte. Trotzdem schön, wir sind dort zwei Nächte geblieben.
Die nächste Nacht standen wir kurz vor Franklin, wo wir beide am folgenden Tag eine sehr interessante Führung durch das 'Wooden Boot Center', in dem Holzboote gebaut und renoviert werden, bekamen. Später sind wir zum 'Mount Wellington', dem Hausberg Hobarts, hochgefahren und hatten Glück, weil die Wolkendecke eine Zeitlang gerade etwas über dem Gipfel hing und den tollen Rundumblick freigab.
Mit einer Zwischenübernachtung in 'New Norfolk' sind wir landschaftlich sehr schön durch dichte Wälder zum 'Gordon Dam', einer 140 m hohen Bogenstaumauer, dem Ende der 120 km langen "Sackgasse", gefahren.
Heute wieder zurück, an den beiden Wasserkraftwerken von Tarraleh vorbei und zum 'Lake Binney', wo wir schön direkt am See mit Mandy und Michael und sonst niemand stehen. Weil das Wetter immer noch ziemlich trübe, kalt und regnerisch ist, gab es heute Abend Bratwürste, mit Kartoffelstampf und Rotkohl fürs Gemüt.

Das 'Wooden Boot Center', in dem unter anderem das inzwischen sehr teure Holz der 'Huon Pine' verbaut wird.

Auf dem Weg zum 'Cockle Creek' an der Südspitze Tasmaniens

Blick vom 'Mount Wellington' auf Hobart

@ Michael Bobka


bitte Panorama in der Box nach rechts und links schieben!

Ulrike backt Laugenbrötchen zu den von Mandy und Michael organisierten Weißwürsten.
Auch die Freiluftfrühstücke fallen üppig aus.

'Lake Pedder'

Der 'Gordon Dam'. Kurz nach dem (zu schnellen?) Wiederaufstieg legt sich Ulrike auf die Straße und knickt dabei böse um.

Auf dem 'Lyell Highway', herrliche Landschaft mit Seen und echtem Regenwald

Typische tasmanische Farm

Die beiden gewaltigen Röhren dienen dem Druckausgleich ("Wasserschloss") in den Druckwasserleitungen. Kurz dahinter geht es steil hinunter zum Kraftwerk Tarraleah.

Zwei Übernachtungen am 'Lake Binney'
11.04.2026
Am See sind wir noch eine Nacht länger geblieben, auch ein trockener Spaziergang war drin.
Weiter ging es zum 'Lake St. Clair', wo wir nach Besuch des 'Visitor Center' in der Nähe am 'Derwan River' schön und ruhig, bis auf das Trommeln der Regentropfen, übernachtet haben.
Auf der kurvenreichen Fahrt durch das teilweise beschneite Gebirge nach Queenstown haben wir uns die, vor allem jetzt bei dem vielen Regen, wirklich beeindruckenden 'Nelson Falls'*, den 'Iron Blow Lookout' und die 'Horsetail (Pferdeschwanz) Falls' angesehen. In der Stadt haben wir eingekauft, getankt und den 'Spion Kop Lookout' "bestiegen".
[*Im Englischen wird meist ein Wasserfall als 'Falls' (Mehrzahl) bezeichnet, vor allem, wenn er breiter oder in mehrere Kaskaden unterteilt ist.]
Noch am Spätnachmittag bis Strahan gefahren und in der Nähe im dunklen Wald übernachtet.
Heute sind wir vier mit der 'West Coast Wilderness Railway' (Westküstenwildnisseisenbahn) ein Stück an der 'Lettes Bay' und am 'Kings River' entlanggefahren, teils im Regenwald, mit dazugehörigem ordentlich Regen. Danach noch 20 km mit Bertha bis zur 'Henty Bridge' über den gleichnamigen Fluss, neben dem wir jetzt stehen. Gerade gab es für alle dicke heiße Suppe mit viel Würstchenscheiben und ein Plauderstündchen. Der Regen prasselt aufs Dach, in Bertha ist es trocken, warm und saugemütlich.
Nach 14 Jahren besuchen wir noch einmal die inzwischen fertiggestellte 3 m hohe und 100 m lange 'Wall in the Wilderness', eine einzigartiges Kunstwerk von Greg Duncan, bestehend aus geschnitzten Holzpaneelen, die die Geschichte des zentralen Hochlands von Tasmanien darstellen. Drinnen fotografieren verboten, draußen die Metallskulpturen nicht.

Banksia-Bockkäfer und Heuschrecke

Wanze und Hirschkäfer(?)

Hier leben Ameisenigel (Echidnas), langsam fahren!

'Lake St. Clair' mit ehemaligem Pumpenhaus

Wieder ein schöner Übernachtungsplatz, diesmal am 'Derwent Fluss'

'Forest Specular', eine Installation von 2020 der Künstler Nadège Philippe-Janon, Stuart Houghton und Alexandra Hullah an der 'Franklin River Picnic Area'.

Superleckere Brote frisch von Ulrike gebacken

Über einen wunderschönen Wanderweg durch den Regenwald erreicht man die tollen 'Nelson Falls' im 'Franklin-Gordon Wild Rivers National Park'.

Schneeregenwald

In Queenstown am Bahnhof die historische Zahnradlokomotive 'Mount Lyell No. 2', gebaut in Schottland 1898.

Der Chef, der sich nach seinem Jobverlust 2009 als 'Orange Pete' neu erfunden hat, himself, in seinem gleichnamigen, guten Kaffee ('Orangepete's').
Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass die Müllmänner bei uns genau so aussehen, bin aber nicht sicher, ob das rübergekommen ist.

Schöne Leycesterie (Leycesteria formosa)

Ruhiger Übernachtungsplatz im Wald

'Braddon Point'

Von Strahan aus fahren wir mit der 'West Coast Wilderness Railway' am 'Kings River' entlang ein Stück weit in den Regenwald.

Im alten Sägewerk am Hafen werden die edlen Hölzer der umliegenden Wälder verarbeitet.

Maserung

Übernachtung am 'Henty River'
15.04.2026
Landschaftlich sehr schön ging es durch die wilde, einsame Westregion Tasmaniens über Zeehan und einen Abstecher zum 'Reece Staudamm' zum 'Piemann River'. Bei Corinna sind wir mit einer kleinen Fähre, auf die Bertha nur allein gepasst hat, übergesetzt. Von nun an Gravelroad und, trotz ab und zu Nieselregen, rauf und runter mit herrlichen Ausblicken. Nach einer weiteren Übernachtung in der "Wildnis' erreichten wir wieder Asphalt und mit Smithton erneut die "Zivilisation".
Einen Tag später sind wir zwei allein zur 'Trowutta Arch', zu den 'Dip Falls' und zum 'Big Tree' (Riesiger Baum) gefahren. Übernachtet dann in Stanley unterhalb der 'Nut' (Nuss),
einem alten, flachen, rund 140 m hohen "Vulkanpfropfen", den wir am nächsten Tag zu viert auf steilem Pfad bestiegen und oben bewandert haben, wie vor 14 Jahren schon einmal. Und wie damals sind uns wieder die kleinen süßen Filander (Thylogale), englisch Pademelons, begegnet. Am Vorabend, bei Dunkelheit, haben wir auch 'Little Penguins' (Eudyptula minor), mit 30 cm Größe der Welt Kleinste, bei ihrer Rückkehr aus dem Meer direkt hinter dem Campingplatz beobachten können.

'Post Office' von 1888 und 'Gaiety Theatre', das 1899 erbaut wurde, in Zeehan.

Auf Tasmanien wird oft die zu fahrende Zeit statt der Kilometer angezeigt. Haben wir noch nirgendwo sonst gesehen.

35 Minuten später erreichen wir den beeindruckenden 'Reece Dam'.

Die Fähre über den 'Pieman River', weit ab von allem. Vor und dahinter mit einer der landschaftlich schönsten "Straßen" bisher.

Brücke über den 'Lindsay River', hinter der wir rechterhand übernachten.
Die C249, mit die schönste Straße Tasmaniens.
Bertha auf der Fähre @ Michael Bobka

Purpurbeere (Leptecophylla juniperina)

'Couta Rocks'

Um die 'Nelson Bay River Falls' dramatisch abzulichten, muss die Fotografin ganz schön kraxeln.

Achtung 'Tasmanische Teufel'!
Für ihn sind sogar Rüttelstreifen auf der Fahrbahn aufgebracht.

'Edge of the World' (Ende der Welt), heißt so, weil in so isolierter Lage.

Hühnergänse (Cereopsis novaehollandiae)

Recht frisches Holsteiner

Tasmanischer Teufel auf einer Hauswand

Fantastischer Blick durch die 'Trowutta Arch' auf einen kleinen Dolinensee

Im englischsprachigen Raum passend als Flame Fungus (Flammenpilz) und
Starfish Fungus (Seestern-Pilz) bezeichnet.

Die herrlichen 'Dip Falls', die über Basaltfelsen herunterstürzen.

hugging

Stanley mit der 'Nut' (Nuss).

Ulrike nimmt wegen der Fußbeschwerde den Lift, die drei anderen den Fußweg hinauf (und hinunter).

Graumantelbrillenvogel (Zosterops lateralis), auch Silberauge oder Wachsauge genannt.

Rotbauchfilander (Thylogale billardierii), auch Tasmanischer Pademelon genannt.

Blick auf Stanley

Herrliche Landschaft bei 'Waratah Wynyard'