Ein gutes neues Jahr!
Ulrike und wilhelm
Perth WA, 01. Januar 2026
Auf dem Landweg nach Australien /
Australien
Unsere Route und wo wir gerade sind:
Stecknadeln (Datum und km) und Route (Datum) anklickbar.
zum neuesten Fotobericht:
37.
16. bis 31. Dezember 2025
Σ km 49.203
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tagesaktuell:

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20.01.2026
Auf dem Campingplatz im netten Ceduna sind wir noch zwei weitere Nächte geblieben, haben etwas an Bertha gearbeitet, noch den leckeren, vor Ort gefangenen, 'King George Whiting' (Sillaginodes punctatus) verkostet und uns ausgeruht.
Über Penong, mit der sehenswerten Windradsammlung, sind wir zu einem Aussichtspunkt an der beginnenden Steilküste gefahren, wo wir übernachteten. Schon hier toller Blick auf ebendiese.
Am folgenden Tag über die Nullarbor-Ebene (Kein Baum- ) gefahren, eine weit ausgedehnte Karstwüste, mit rund 200.000 Quadratkilometern das größte Stück Kalkstein der Welt. Dabei die 'Scenic Lookouts Number 1 bis 3' plus weitere inoffizielle besucht. Fantastische Kliffküste, dagegen anrollend das Meer in unterschiedlichen blauen Farbtönen. Übernachtet dann kurz vor der Grenze zu West Australien (WA).
Heute kurze Quarantänekontrolle, man darf z. B. kein Gemüse, keine Früchte, keinen Honig, keine Samen einführen. Kein Problem, die freundliche junge Norwegerin(!) war uns wohl gesonnen. Beim Grenzübertritt haben wir wieder 2,5 Stunden gewonnen, die wir bei der Ausreise aus WA ins 'Northern Territory' (2 h) und später nach 'South Australia' (0,5 h) verloren hatten. Später noch ein Stück auf Australiens längster schnurgerader Straße (147 km) gerollt und nach insgesamt gefahrenen 400 km auf einen freien Übernachtungsplatz abgebogen.
15.01.2026
Auf dem 'Stuart Highway', der geteert einmal komplett den Norden mit dem Süden Australiens verbindet, von Darwin nach Adelaide, sind wir bis Glendambo gerollt. Dort haben wir übernachtet und sind am nächsten Tag über die 'Tarcoola-' und die 'Gawler Ranges Road' direkt nach Süden gefahren. Zwar gut 300 km Gravelroad, aber es ersparte uns weitere 360 km. Die Piste war recht gut, nur etwa drei Fahrzeugen begegnet, schöne Landschaft und viele kleinere Salzseen. An einem, 50 km vor dem Ende der "Abkürzung", sind wir drei Nächte geblieben. Die ganze Zeit absolut alleine. Nachts, da keine Lichtverschmutzung, herrlicher Sternenhimmel. Totale Ruhe.
Gestern haben wir dann über Wirrulla, wo wir den Reifendruck wieder an Asphalt anpassten, Ceduna (was in der Sprache der Aboriginals: 'Platz zum Ruhen' bedeutet) erreicht. In der kleinen netten Stadt am Meer haben wir auf einem sehr guten Campingplatz eingecheckt und werden ein paar Tage bleiben (nomen est omen!).
Hier sind es gute 20 Grad weniger als noch letzte Woche im Zentrum Australiens mit 45 °C. Gerade kommen wir vom Italiener (Pizza), gestern beim Inder (Butterchicken und Chicken Tikka Masala), und frieren leicht. Nachts wird es dann richtig kalt und die Bettdecken sind wieder im Einsatz.
09.01.2026
Das Museum war dann leider doch noch wegen der Feiertage geschlossen. Das 'Hoover House' wurde vom gleichnamigen Ingenieur für den damaligen Minenboss gebaut, er selbst wurde später der 31. Präsident der Vereinigten Staaten.
Über Laverton ging es auf die 'Great Central Road', die "längste Abkürzung Australiens". Sie führt durch Aboriginal-Land, weswegen man drei Permits benötigt, die aber kostenlos im Internet beantragt werden können. Die 1.000 km ins rote Zentrum sind zum größten Teil (900 km) unbefestigt, aber bestens gepflegt. Die Landschaft ist abwechslungsreich und schön. Wir sahen u. a. zwei große Kamelherden und einige Wildpferde. Hunderte Autowracks liegen neben der Straße: Oft ist Abschleppen soweit im Outback einfach zu teuer. Mit Zwischenübernachtungen in Tjukayirla und Warakurna, waren wir nach insgesamt über 2.000 km von Perth aus am Ziel: Die 'Kata Tjuta' (Olgas) und der Uluru (Ayers Rock). Es war wunderschön, wieder auf diese roten markanten Felsen zuzufahren, die man schon aus weiter Entfernung erblicken kann. Der Sonnenuntergang an den Olgas fiel leider Wolken zum Opfer, dafür sorgte heute morgen, nach leichtem Regenfall(!) in der Nacht, ein schöner Sonnenaufgang für "glühende" Felsen.
Auch den imposanten Uluru haben wir noch einmal ehrfurchtsvoll umrundet, dann in Yulara eingekauft und getankt.
Jetzt sind wir schon ein gutes Stück weiter Richtung Süden, um der außergewöhnlichen Hitze (fast die ganze Zeit tagsüber um die 45 °C und nachts nicht unter 30 °C) zu entkommen. In Marla, wo wir 2024 vom Birdsville- und Odnadatta-Track auf den 'Stuart Highway' gestoßen sind, campen wir am Roadhouse. Nach langer Fahrt: Kühler Pool und duschen, anschließend fette Pizza und kaltes Dosenbier.
05.01.2026
Am Neujahrstag haben wir es nur noch aus der Stadt heraus bis Wundowie geschafft.
Tags darauf dann bis 'Southern Cross', wo alle Straßen nach Sternen benannt sind.
In Kalgoorlie, der größten Stadt des australischen Outbacks, sind wir für zwei Nächte auf einen Campingplatz geblieben. Übrigens begleitete uns den ganzen Weg dorthin die Wasserleitung 'Golden Pipeline', die von Perth gut 560 km hierher ins goldene aber trockene Hinterland führt. Das Wasser darin ist ganze zehn Tage unterwegs.
Gestern haben wir uns die 'Hannans North Tourist Mine', eine Art Freilichtmuseum, angesehen und wohnten dem spannenden Gießprozess eines Goldbarrens bei. Dort sind auch ein riesiger Muldenkipper und ein gigantischer Radlader ausgestellt, beides recht aktuelle Modelle, auf die man steigen und sich in die Fahrerkabinen setzen darf.
Heute morgen eine geführte Tour mit einem Bus in das Gelände der 'Super Pit', der flächenmäßig größten Goldmine Australiens, zur Zeit etwa 3,5 km lang, 1,5 km breit und knapp 700 m tief. Ein enormes Loch.
Auf der Weiterfahrt nach Leonora haben wir bei Menzies einen insgesamt gut 100 km langen Abstecher zum 'Lake Ballard' gemacht, um uns die 51 Metallfiguren des Bildhauers Antony Gormley mit dem Titel 'Inside Australia' (Innerhalb Australiens) anzusehen. Der kurze Weg über den Salzsee zu ein paar dieser Figuren und der Aufstieg auf einen Aussichtshügel war bei gut 45 °C echt brutal. Die Drohne wollte irgendwann nicht mehr, die Kamera ist ausgestiegen und wir haben uns mühsam zu Bertha zurückgeschleppt.
Von diesem Künstler haben wir auch schon die Skulpturen 'Havmann' (Hafenmann) in 'Mo i Rana' (Norwegen) und 'Angel of the North' (Engel des Nordens) in Canberra gesehen [Beide mit Fotos auf unseren Reiseseiten]. 100 eiserne Figuren von ihm wurden 1995 im Wattenmeer vor Cuxhaven aufgestellt. Bei Hochwasser teilweise bis zur Brust im Wasser stehend und bei Niedrigwasser zu Fuß erreichbar, boten die lebensgroßen Figuren ein imposantes Schauspiel (s. Wikipedia). Leider hat die Stadt damals nicht eine behalten wollen...
Jetzt stehen wir zur Übernachtung ganz legal neben der 'Gwalia (Walischischen) Gold Mine', die über 1.600 Meter unter die Oberfläche reicht und der gleichnamigen Geisterstadt, vor dem 'Hoover House', das wir morgen besichtigen werden.
01.01.2026
Nach einem doch, wegen des lang andauernden Werkstatttermins, eher missglückten Weihnachten haben wir einen sehr schönen Jahresübergang gefeiert. Mit Silke und Uwe waren wir im 'Sir James Mitchell Park' am Swan River direkt (1,5 km) gegenüber der Skyline des Zentrums von Perth. Wir haben zusammen zu Abend gegessen und dann die beiden großartigen Feuerwerke, für Kinder um halb zehn und später das zum Start des neues Jahres, angesehen und fotografiert. Um uns herum tausende Mitfeiernde, aber viel Platz dazwischen und sehr friedlich.
Jetzt werden wir noch gemeinsam frühstücken, die beiden verabschieden und uns noch einmal ins rote Landesinnere aufmachen.
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