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2023 –
Australien

Unsere Route und wo wir gerade sind:
Stecknadeln (Datum und km) und Route (Datum) anklickbar.
pfeil zoombare Vollbildanzeige mit allen Details


35.

Walga Rock, Bilung Pool, Shark Bay

16. bis 30. November 2025
Σ km 47.625

Australien  First Australians 

"Kleiderordnung: Schlafanzüge
Wir wissen, wie schwer es manchmal ist, morgens aus dem Bett zu kommen, besonders an Tagen, die auf „y“ enden¹. Deshalb haben wir sieben verschiedene Früchte hineingepackt, um Ihnen den Morgen etwas zu erleichtern."
¹ Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday and Sunday.
Unser Lieblingsfrühstückssaft.

17.11.2025
In Leinster noch einen Arbeits- und Ruhetag eingelegt, am nächsten Tag wieder westwärts über Sandstone und 'Mount Magnet' und nordwärts nach Cue.
Von dort aus Besuch des tollen 'Walga Rock', einem kleinen Uluru, mit vielen schönen Aboriginal-Felszeichnungen.
Tags darauf zurück nach 'Mount Magnet', an vielen, teils riesigen, Minen vorbei und Weiterfahrt auf der 'Geraldton - Mount Magnet Road', auf der uns mal wieder unzählige Roadtrains mit Sondererlaubnis, da 60 m lang, begegneten. Was die aus den Minen um Leinster transportieren? Wahrscheinlich Nickel, Gold wird es wohl kaum sein. Übernachtet haben wir hinter Yalgoo allein abseits der Straße angenehm auf einem freien Platz.
Heute weiter bis Mullewa und rechts ab, nach Norden hinauf bis Murchison, wo wir auf dem Campingplatz des Roadhouses untergekommen sind. Der angekündigte Regen fiel harmloser aus und wir hoffen, dass das auch auf die weiteren Vorraussagen zutrifft, weil wir noch rund 300 km Piste vor uns haben. Nach Regenfällen sind diese Strecken oft matschig und fast unbefahrbar. Außerdem werden sie meist sowieso gesperrt, da durch tiefe Spuren hohe Reparaturkosten entstehen würden.


Überall riesige Abraumhalden der Goldminen.



Der 'Walga Rock', ein Granitfelsen, auch 'kleine Schwester des Uluru' genannt.

Unter dieser Welle sind viele Felsmalereien der Aboriginals zu sehen.



Auch die Zeichnung des Schiffes und die dem Arabischen ähnliche Schrift darunter sind alt. Die Geschichte dazu ist jedoch ungeklärt.









Ein Jungvogel, aber was für einer genau?

Geisterstadt neben der 'Big Bell Gold Mine', die 1950 verlassen wurde. Das alte Hotel und die katholische Kirche.



Ein paar Windräder, die mechanische Pumpen antreiben, um Wasser zu fördern, drehen sich noch. Die meisten sind inzwischen durch Solarpanele und Elektropumpen ersetzt.

Im Ort 'Mount Magnet' (2016: 1.905 Einwohner) sind noch einige schöne alte Gebäude erhalten.







'Mulla Mulla' und Wüstenerbse

Viele Abraumhalden und aufgelassene Goldminen rund um die Stadt.



Die markante rote Felswand ist eine Granitformation, die durch Erosion entstand.

Die 'Hill 50 Gold Mine', Beispiel für eine aktive Mine.



Abseits der Straße ein angenehmer Übernachtungsplatz.

Wir haben wieder den australischen "Weizengürtel" erreicht.



Die Stadthalle von Mullewa ist aus Stein gebaut, das sieht man im Outback nicht all zu häufig.

Auf einer Nebenstrecke geht es wieder nach Norden. Die ersten Kilometer auf Asphalt.

Stock Well 19: Eine der vielen Wasserstellen, die um 1900 gebohrt wurden, um beim Viehtrieb die Tiere tränken zu können.

Kommunikative Rosakakadus.

20.11.2025
Wir hatten Glück, es hat entgegen der Voraussage nur recht wenig geregnet und somit war die Piste nach 'Gascoyne Junction' frei. Dort sind wir wieder auf den guten Campingplatz gegangen und zwei Nächte geblieben.
Heute dann zurück nach Carnarvon und ebenfalls auf einen CP. Damit hat sich der Kreis unseres "Abstechers" in das Outback Westaustraliens geschlossen. Eigentlich wollten wir hier nur Einkaufen, Tanken und uns etwas umsehen, aber ein Museum, das wir uns anschauen wollten, hat schon um 14 Uhr(!) geschlossen. Angesehen haben wir uns das gute 'Gascoyne Aboriginal Heritage & Cultural Centre' zur Geschichte und Kunst der First Nations speziell hier in der Gegend. Generell begannen mit der europäischen Besiedlung ab dem 17. Jahrhundert gewaltsame Auseinandersetzungen und Massaker, bei denen sehr viele Aborigines ums Leben kamen. Ihr Land wurde geraubt und ihre traditionelle Lebensweise stark unterdrückt. Zwischen 1910 und 1970 wurden Zehntausende Aboriginal-Kinder ihren Familien weggenommen, um sie in die weiße Gesellschaft zu integrieren, eine Politik, die als "Stolen Generations" bekannt ist (vgl. Google-KI).


Am wunderchönen 'Bilung Pool', der das ganze Jahr über Wasser hat. Da es in der Nacht geregnet hat, plätschert sogar ein kleiner Wasserfall.

Der Regen hat ausgereicht, die Creeks (Bäche) zu füllen und deren Querungen spannend zu machen.





Ein paar Stunden zuvor wäre diese Durchfahrt mit Bertha nicht machbar gewesen. Am "Blättersaum" sieht man, wie hoch das Wasser stand.

Hier sind es nur ein paar Zentimeter, aber die Makierung zeigt, dass es auch viel mehr werden können.





Auf den Nebenstraßen gibt es keine Umfahrungen, man muss sich seinen Weg zwischen den Baustellenfahrzeugen selbst suchen.



Hier geht es nicht weiter, also ein paar hundert Meter zurück, neuer Versuch: Jetzt sind wir richtig.

Metallkuh in 'Gascoyne Junction'.

Auf Asphaltstraßen geht es zurück nach Carnarvon.



Dortselbst in Richtung 'Pelican Point'.

Metallkänguru in Carnarvon.

Die 'Sugar Scoop' (Zuckerschaufel), am Carnarvon Space and Technology Museum.
Die Antenne (offiziell eine Casshorn-Antenne), die das Fernsehsignal von Neil Armstrongs ersten Schritten auf dem Mond am 21. Juli 1969 übertrug, wurde 1966 in Betrieb genommen und ist vermutlich das weltweit einzige noch existierende Exemplar dieser Art.

'The Big Dish' (die große Schüssel), wurde zur Überwachung der Gemini- und Apollo-Missionen der NASA gebaut.

Wir steigen in die Apollo-Kapsel ein, die von außen geschlossen wird, und "erleben" einen Countdown und Start.



Wilhelm crasht seine Versuche, ein Space-Shuttle zu landen, während Ulrike gleich bei ihren Erstflug sanft einschwebt.

Apollo-Mondlandefähre

Am herrlichen gelegenen 'Gladstone Campground'.



Winkerkrabbe





Superschöner Stellplatz



Bush Shower (Dusche)





Wir biegen auf die 'Shark Bay Road' ab. Die Halbinsel, auf die sie führt, ist sehr touristisch und gehört zum Weltnaturerbe.

Am 'Hamelin Pool' schauen wir uns die "lebenden" Stromatolithen an: Gesteinsbildung durch Mikroorganismen. Diese Lebewesen entstanden vor 3,5 Milliarden Jahren. Spektakulär und in dieser Ausprägung hier einzigartig auf der Welt.

Nebenan wurde Coquina (Schalenkalkstein) abgebaut.







25.11.2025
Im Augenblick sitzen wir in Denham, Verwaltungssitz und einzige Ortschaft des 'Shire (Bezirk) of Shark Bay' (UNESCO-Welterbe), gleichzeitig westlichste Gemeinde Australiens mit etwas mehr als 600 Einwohner, in einem angenehmen Café, haben zum Frühstück Fischbrötchen (gute Lachsbagels) gegessen und wie immer die größten Becher 'Flat white' (Ulrike) und 'Latte' (Wilhelm) getrunken. So weit, so gut.
Bertha steht allerdings fahrunfähig bei Paul (Abschleppdienst und Mechaniker mit 4,9(!) Googlesternen) auf dem Hof. Vorgestern auf gerader sauber asphaltierter Strecke ein plötzliches kurzes sehr lautes Sirren, dann keine Kraftübertragung mehr. Die Kardanwelle hat sich noch gedreht, aber ab Differential ging nichts mehr. Also fast 50 km huckepack hierher und am nächsten Tag Diagnose: Das Differential war in Ordnung, aber die Zahnung der rechten Steckachse war im Radlager fast glatt. Ersatzteil kommt aus Perth und soll morgen da sein...
Was zuvor geschah: In Carnarvon sind wir ja noch eine Nacht geblieben, um am nächsten Tag das 'Carnarvon Space & Technology Centre' anzusehen. Und das hat sich voll gelohnt. Hier war einmal ein wichtiger Kontrollposten der NASA, vor allem in Zeiten der Mondlandungen. Tolle Raumfahrtausstellung und viele interaktive Angebote. Ulrike hat bei ihrem Erstflug einen Spaceshuttle problemlos sanft gelandet.
Zwei Nächte haben wir, auf halber Strecke hierher, auf dem einfachen, aber herrlich am Meer gelegenen 'Gladstone Campground' verbracht. Bis auf den ordentlichen Wind sehr ruhig und entspannend.


Plötzlich will sich Bertha nicht mehr vorwärtsbewegen und wird nach Denham auf den Hof von Paul Mettam (Shark Bay Mechanical & Towing) gebracht.

Tags darauf Diagnose: Differential in Ordnung, aber Achswelle und Radlager defekt. Also Ersatzteile bestellen und warten.



Älteres Gebäude aus Coquina und der schöne Strand der kleinen Stadt.





Fischbrötchen à la Denham: Lachsbagle zum Frühstück in "unserem Café".

Auch dort wurde Coquina verwendet: Aussen verputzt, innen ohne alles äußerst dekorativ.





Wir besuchen das sehenswerte 'Shark Bay Discovery Centre'.

Einige Emus fühlen sich im Ort sehr wohl.









Fast richtiges australisches Frühstück in Bertha.

Mit 'Chili' machen wir ein paar Ausfahrten.

30.11.2025
Das Ersatzteil kam leider erst heute am Samstag, wurde allerdings gleich verbaut, was bis zum späten Nachmittag gedauert hat. Danach Probefahrt, auf der alles soweit gut lief, bis auf ein Piepsen einer unserer drei Wassersensoren. Leider war der Feuerlöscher mit Haltbarkeitsdatum 10/25 halb ausgelaufen. Also alles um den Küchenblock ausräumen, und putzen, samt doppeltem Boden. Aber erst einmal sehr nettes "Beisammensein" in Pauls Büro mit seiner Frau Rhonda, seinem Sohn Brandon, ihrem Hündchen (Shih Tzu?) Tiny und kaltem Bier.
Wir durften die ganze Woche dort sein, hatten Schlüssel für das Tor, konnten ein Fahrzeug, Toilette, Dusche und Büro nutzen. Für die große Freundlichkeit und das entgegengebrachte Vertrauen sind wir sehr dankbar.

Nach Lieferung der Ersatzteile wird die Arbeit gleich in Angriff genommen.

Zuerst werden die Radnabe und das Differential penibel von etwaigen Spänen gesäubert und dann die Reinigungsflüssigkeit abgepumpt.





Jetzt nur noch wieder alles zusammenbauen, fetten, ölen usw. und schon nach ein paar Stunden ist die Reparatur erledigt.



Paul und sein Sohn Brandon, dazwischen Ulrike.