2023 –
Australien
Unsere Route und wo wir gerade sind:
Stecknadeln (Datum und km) und Route (Datum) anklickbar.
33.
Karratha, Millstream Chichester National Park, Exmouth, Ningaloo Reef
16. bis 31. Oktober 2025
Σ km 43.887

Sonnenuntergang über den Verladeeinrichtungen von Port Hedland, dem größten Hafen für Schüttgut in der Welt. Weit über 500 Mio. t Eisenerz aus der Pilbara-Region, im Wert von mehr als 50 Mrd. Euro,
werden allein von hier aus jedes Jahr exportiert.
17.10.2025
Nach einem "Arbeitstag" sind wir heute dann auf Hafenrundfahrt gegangen. Zehn mächtige, an die 300 m lange und bis zu 50 m breite, Schüttgutfrachter lagen im Hafen und wurden mit Eisenerz beladen, was eine immense Logistik erfordert. Angeboten wird die Fahrt vom 'Seafarers Center': Nette Leute mit einem sehr lobenswerten Tätigkeitsbereich.
Danach zum und noch ein gutes Stück auf dem 'North West Coastal Highway' bis zu unserem Übernachtungsplatz am 'Sherlock River' gerollt.

Im Vordergrund die 'FMG Grace', ein Bulkcarrier (Massengutfrachter) mit 327 m Länge, 57 m Breite und rund 260.000 t Zuladung. 9 Züge mit jeweils zwei Kilometer Länge müssen anrollen, um ihn zu füllen.

Auch Salz wird hier gewonnen und verschifft.

Vorsicht: Possum (Beutelratte).
20.10.2025
Bei Roebourne sind wir hinauf nach 'Point Samson' abgezweigt, haben uns dort kurz umgesehen, waren auf dem nicht leicht zu findenden und nur mit Allrad erreichbaren Aussichtspunkt mit Blick auf das 'Cape Lambert' und direkt zu Füßen die Verladestation, bzw. den Hafen eines Minengiganten. Hier bringen Züge von gut zwei km Länge, gezogen von drei Loks, das Eisenerz heran.
Auch den Abstecher zum aufgegebenen Ort Cossack und zum 'Readers Head Lookout' haben wir gemacht.
Auf dem Highway ging es zunächst nach Karratha und gleich weiter nach Dampier, wo eigentlich zeitgleich zum 'Twighlight Market' (Dämmerungsmarkt) Oktoberfest gefeiert werden sollte. Davon war rein gar nichts auszumachen: Weder weiß-blaue Fahnen, bayrische Musi noch Bratwürste oder Bier. Aber ansonsten waren der Markt und das kulinarische Angebot nicht schlecht. Übernachtet haben wir gut auf dem vollkommen leeren, großen Parkplatz der örtlichen Bootsrampe.
Gestern dann, nach Besuch der Burrup-Halbinsel, mit den riesigen Anlagen für die Weiterverarbeitung von Erdgas, das vor der Küste gefördert wird, und der Besichtigung von uralten Felsritzungen(?) der Aboriginals bei der 'Deep Gorge', Fahrt zum 'Millstream Chichester National Park'. Dort eher sanfte niedrig bewachsene Hügel in diversen Gelbgrünschattierungen, braune Felsen dazwischen, wunderschön.
Heute waren wir beim 'Python Pool', einem kleinen See vor einer, nach oben geschichteten, senkrechten Felswand, auch einfach klasse.
Danach sind wir zurück nach Karratha gefahren, haben eingekauft, eine sehr saubere öffentliche Dusche genutzt, getankt und sind noch bis zum 'Fortescue River', wo es prima freie Übernachtungsplätze am Fluss gibt.
Gerade haben wir sehr gute Steaks, in der Pfanne auf unserem Außengrill genau getimed gebraten, genossen. Dazu gab es Salat und kühles alkoholfreies Radler.

Noch ein Erzverladehafen: 'Port Walcott'. Schön zu sehen die Erzzüge und das "Abladen" der Waggons. Dazu werden sie in dem halbrunden Bau (Dumper) in Bildmitte einfach komplett umgedreht.

Der Leuchtturm auf 'Jarman Island'. Draußen warten die Frachter auf Ladung.

Sturt-Wüstenerbse (Swainsona formosa)

Der dritte große Eisenerzhafen in dieser Gegend ist 'Port Dampier'. Hier ist allerdings auf der 'Burrup Peninsula' die Aufbereitungsanlage für Gas, das vor der Küste gefördert wird, zu sehen.

Ganz in der Nähe befinden sich viele 40.000 bis 50.000 Jahre alte Felsgravuren der Aboriginals. Diese beiden sind vermutlich ein Marrjuru (Quoll) und ein ausgestorbenes Mangguru (Fettschwanzkänguru).

Und nebenan dieser wunderschöne Strand, den die Einheimischen zu schätzen wissen.

Was für eine Wohltat bei diesen Temperaturen.

Wir machen einen Abstecher zum 'Millstream Chichester National Park'.


bitte Panorama in der Box nach rechts und links schieben!
Weite, unberührte Landschaft.

Der 'Python Pool' ist ein wunderschöner und beeindruckender Ort in diesem Park.

Spinifex-Taube (Geophaps plumifera)

Hier treffen sich Zuggleise verschiedener Unternehmen, die aus ihren Minen um 'Tom Price' herum (Pilbara-Region) Eisenerz in die Häfen an der Nordwestküste transportieren.
Wir schauen uns einen Zug von oben an: 3 Loks ziehen 238 Wagen voll mit Eisenerz.
28.10.2025
Am 21. sind wir in Exmouth gelandet. Gegegründet als Dienstleistungszentrum für die nahe gelegenen Marine-Kommunikations-Sendeanlagen, deren Sendetürme zu den höchsten der Welt gehören (388 m). Wir haben uns auf einen Campingplatz verholt und sind dort vier Nächte geblieben: Ausruhen, Wäsche waschen, kleinere Reparaturen usw. Dort haben wir auch Nicole und Burkhard wieder getroffen, die mit ihrem eigenen Fahrzeug, Kennzeichen HN (Heilbronn), unterwegs sind. Die beiden, die wir schon in 'Port Hedland' und nahe Dampier trafen, sind alte "Australienhasen". Zusammen haben wir einen netten Abend in der nahegelegenen Brauerei bei Pizza und Bier verbracht.
Anschließend sind wir um die Spitze der Halbinsel herum auf deren Westseite in den 'Cape Range National Park' gefahren: Wunderschöne Strände, herrliches Meer, das Ningaloo-Riff zum Greifen nahe, tolle Farben, bestes Wetter. Wir sind jetzt schon die vierte Nacht hier, stehen auf verschiedenen schönen Campgrounds des Nationalparks und genießen das alles. Auch die Temperaturen sind rund 10 °C kühler (tagsüber um 30, nachts um 20 °C) als noch vor einiger Zeit, sehr angenehm. Wir fühlen uns wohl, werden morgen noch eine Nacht in der Gegend verbringen, dann müssen wir allerdings zurück nach Exmouth unsere Vorräte auffüllen und Diesel bunkern.

'Vlamingh Head Lighthouse' auf der 'Cape Range Halbinsel' in der Nähe von Exmouth.

Dort beginnen die herrlichen Strände des 'Cape Range National Park', vor denen unmittelbar das 'Ningaloo Reef' liegt.

Während die zahlreichen Campgrounds des Nationalparks entlang der geteerten Straße meist lange im Voraus komplett ausgebucht sind, übernachten wir einsam auf dem 'One K Campground'. Man muss dorthin den 'Yardie Creek' "queren" und ein Stück etwas sandige Piste fahren.
Statt durch das Wasser geht es zur Zeit recht einfach auf Sand hinüber, aber nur, wenn man den richtigen Weg wählt.

Auf einem kleinen Boot unternehmen wir eine schöne Tour auf dem besagten Creek und treffen u. a. auf diese Schwarzfuß-Felsenkängurus.

Faszinierende Felswände.

Der junge Fischadler will gefüttert werden. Die Mama kommt und tut ihm den Gefallen, während Papa sich in die Lüfte schwingt.

Was für Fische sind das? Wer es weiß, bitte melden.

Spuren am Strand.

Flughund, gleich legt er wieder seine Flughaut um sich, schläft und träumt weiter.

Weißer Strand, glasklares Wasser und was für Farben.

Krabben

Vom Wind geformter Boab nahe am Strand.

Neugieriger Rosakakadu, von oben beäugt.

Herrliche Küste und das Riff so nah.

Wir gehen den 'Mandu Mandu Gorge Track', sehr schön, aber in der Hitze anstrengend.

Ulrike schnorchelt fast bei jedem Wind und Seegang.

Halfterfisch (Zanclus cornutus)
und Picasso-Drückerfisch (Rhinecanthus aculeatus)

Später um die Ecke in der viel ruhigeren 'Turqoise Bay' treffen wir auf eine kleine (Grüne?) Schildkröte und sind begeistert.

Fast eine ganze Woche an den tollen Stränden.

Blaupunktrochen (Taeniura lymma)
Er ist nicht ganz ungefährlich, wenn man ihm zu Nahe kommt oder aus Versehen auf ihn tritt. So eingegraben ist er kaum zu sehen.

Viele Meeresschildkröten sind hierher gekommen, um sich zu paaren und danach die Eier auf dem Strand einzubuddeln.

Die bis zu 387 m hohen Masten der 'Naval Communication Station Harold E. Holt', errichtet 1967. Heutzutage überwacht das Militär in der Nähe Satelliten mit rund 30 Radioteleskopen und einem großen optischen Teleskop.

Zu hoch gepokert: Genau 500 m vor der Tanke geht der Sprit aus...

Wir fahren im 'Cape Range Conservation Park' den 'Shothole Canyon' "hinauf", zum Teil im gerade trockenen Bachbett.

Am Ende der Straße liegt ein hübscher Aussichtspunkt und Ulrike schickt unsere Drohne nach oben.

Auch die 'Charles Knife Road' fahren wir noch bis zu einer ehemaligen Explorationsbohrung, der diese Straße zu verdanken ist. Diesmal führt der Weg auf dem Plateau entlang und gibt tolle Blicke in die Schluchten frei.