Australien
unserer Route:
40.
Sandy Cape, Salzseen, Fremantle, Rottnest Island, Bunbury
01. bis 15. Februar 2026
Σ km 55.811
04.02.2026
Wieder hinauf nach Norden bis zum 'Sandy Cape'. Hierhin wollten wir ja noch einmal zurückkommen. Ganze fünf Nächte sind wir dort auf einem einfachen Campground geblieben. Bertha windgeschützt hinter einer Düne.
Jeden Abend ein toller Sonnenuntergang, immer ein wenig andere Stimmung, je nach Wetter und Wolken. Wobei, schön und warm war es die ganze Zeit.
Unsere Solarernte mit den Dach- und den mobilen Panelen hat unsere Batterien gut aufgeladen, an einem Tag musste Bertha nachhelfen.
Über 'Jurien Bay' und 'Cervantes' wieder nach Süden und dann nach Osten abgebogen. Mit einer Übernachtung in 'Moora' sind wir heute in 'Wongan Hills' angekommen und übernachten wieder auf einem kostenlosen Gemeindestellplatz, hier sogar mit feinen heißen Duschen. Beides übrigens hübsche Orte. Unterwegs haben wir einige interessante kleinere Salzseen besucht und die Drohne fliegen lassen.

Schöne, erholsame Tage am 'Sandy Cape'.

Die Drohne zeigt, dass der Campground weitläufig angelegt ist und sich in herrlicher Landschaft befindet.

Und jeden Abend ein schöner Sonnenuntergang.

In Cervantes teilen wir uns bei 'Lobster Shack' (Hummerbude) dieses sehr leckere und großzügig mit Lobsterfleisch belegte Brioche mit Pommes und 'Great Northern'. Den Ausblick gibt es gratis dazu.

Bauten von Stromatolithen, die als älteste lebende Fossilien der Erde gelten, hier am 'Lake Thetis'.

Blütenstand einer Banksia.

An mehreren Orten macht Ulrike mit der Drohne Fotos von Salzseen. Von unten sind diese relativ belanglos, von oben faszinierend.
13.02.2026
Nach einer weiteren Nacht in 'Wongan Hills' und einem guten 'Chicken Schnitzel Parmigiano', klar jeweils ein halbes eingepackt, sind wir bis nach Fremantle durchgefahren. Dort auf einem Parkplatz direkt zwischen kleinem Bahnhof und recht großem Hafenbecken sind wir letztendlich sieben Nächte geblieben. Zahlen musste man nur tagsüber (AUS$ 12,- rund € 7,-), nebenan Toiletten, alte Hafenschuppen, heutzutage u. a. Wochenendmarkthalle und Brauereigaststätte. Zum Supermarkt und ins Zentrum war es nur ein Katzensprung. Angesehen haben wir uns die Stadt, das 'WA Maritime Museum' und das 'WA Shipwrecks Museum', beides bundesstaatlich finanzierte, sehr gut gemachte Infostätten.
Gestern sind wir frühmorgens mit einem schnellen Katamaran hinüber auf die Insel 'Rottnest Island' (Rattennestinsel) gefahren und mit eBikes gut 40 km rund um die Insel, rauf und runter, gegen und mit dem Wind, gekurvt. Viele sehr schöne Buchten mit tollen Stränden und vor allem die Quokkas, beileibe keine Ratten, sondern sehr kleine, sehr putzige Kängurus, da lag der alte holländische seefahrende Namensgeber böse daneben, haben uns fasziniert. Hernach abends todmüde in die Koje gefallen.
Heute dann endgültiger Abschied von Perth/Fremantle und weiter Richtung Süden immer schön an der Westküste entlang bis 'Preston Beach'.

Riesige Lagerstätten für Weizen. Australien exportiert rund 70 % der Ernte, vor allem nach Asien.

Sitzbank und Blechlady in 'Wongan Hills'.

Das 'Freemasons (Freimaurer) Hotel' , heute 'Toodyay Hotel', von 1861 in Toodyay.

Das Kunstwerk "Rainbow Sea Container" in der Hafenstadt Fremantle.

Die Stadt hat viele sehenswerte historische Gebäude.

Im 'Western Australian Maritime Museum': Die 'Australia II', Gewinnerin des 'America's Cup 1983. Nach 132 Jahren wurden die US-Amerikaner damals zum ersten Mal geschlagen.
Unten die 'Parry Endeavour', mit der Jon Sanders zwischen Mai 1986 und März 1988 in 658 Tagen eine dreifache Einhand-Nonstopp-Weltumsegelung absolvierte. Übrigens hatte er 1982 die Welt schon zweimal hintereinander auf diese Art umrundet. Verrückt, allein schon die Logistik: Nahrungsmittel, Ersatzteile usw.

Hinweis zu dieser Szene (übersetzt und verkürzt):
"Es ist 3:00 Uhr morgens am 20. November 1987. Die Parry Endeavour nähert sich Kap Hoorn zum dritten und letzten Mal. Ein Sturm zieht auf und Jon Sanders muss an Deck. Er hisst sein kleinstes Segel, die Sturmfock, und setzt einen Treibanker, um die Geschwindigkeit der Yacht zu reduzieren. Als er nach achtern blickt, sieht er eine geschätzt 30 m hohe Wasserwand hinter dem Boot aufragen. Er klammert sich an den Mast, als das eiskalte Wasser über ihn hereinbricht."

Ein wirklich interessantes und sehr gut gestaltetes Museum.

Ein Containerriese der schweizer(!) 'Mediterranean Shipping Company' (MSC), der größten Reederei der Welt, wird an den Verladekai manöveriert.

Die quirlige Markthalle in Fremantle und australisches Frühstück, wie immer geteilt, in einem nahegelegenen Café.

In der 'Kelp Bar' am Strand haben nur wenige Leute Platz, aber interessante Aussicht.

Die alten Hafenschuppen werden heutzutage unter anderem für eine große Brauereigaststätte genutzt.

Ein neugieriger Regenbogenlori (Trichoglossus moluccanus) im Korb.

Ob sich die Dame der Situationskomik bewusst ist?

Hübsche "Altstadt", haben wir so auf diesem Kontinent noch nicht gesehen.

Auch das 'Ship Wreck Museum' wird bundesstaatlich finanziert und bietet tolle Infos zur Geschichte der ersten ankommenden Seefahrer. Eine der Hauptattraktionen ist der Teilrumpf der 'Batavia', die 1629 vor der Küste Westaustraliens auf ein Riff lief und sank.

Der Dampfschiffmotor der "Xantho", die 1872 sank. Er wurde nach fast hundert Jahren vom Meeresgrund gehoben und sogar wieder "gangbar" gemacht.

Diese Kopie eines Zinntellers, an einem Pfahl von Kapitän Dirk Hartog zurückgelassen, markiert die erste dokumentierte Landung eines Europäers an der Westküste Australiens und die zweite auf dem Kontinent überhaupt.
Text (aus den Niederländischen übersetzt):
1616
Am 25. Oktober ist hier das Schiff Eendracht aus Amsterdam angekommen
Der Oberkaufmann Gillis Miebais aus Lüttich, Kapitän Dirk Hartok aus Amsterdam
Am 27. dito Segel gesetzt nach Bantam

Während wir Fish&Chips verspeisen, schauen uns die beiden aus dem Aquarium zu.

Auch hier wieder jeden Abend ein schöner Sonnenuntergang und der Leuchtturm ein cooles Motiv.

Nankeen-Nachtreiher (Nycticorax caledonicus)

Mit gemieteten E-Bikes sind wir auf 'Rottnest Island' recht komfortabel unterwegs.

Wunderschöne kleine Buchten und Strände.

Dickblättrige Fächerblume (Scaevola crassifolia)

Unsere ersten beiden Quokkas.

Das 'Wadjemup Lighthouse (Leuchtturm)'.

Frisch gezupfte Eukalyptusblätter mag das Quokka sehr.

Ulrike kann ihn auch zu einem Selfie überreden.

Dieses Exemplar treffen wir beim Kaffeetrinken.

Die 'Leeuwin II' ist nagelneu, der Vorgänger wurde beim außer Kontrolle geratenen Einlaufen eines Containerschiffes, trotz Lotsen und dreier Schlepper, an der Kaimauer "zerdrückt".

Nach der doch recht anstrengenden Tour auf der "Rattennestinsel" gehen wir im Brauereischuppen essen: Das haben wir uns verdient.

Unser "Stellplatz" in Fremantle.
15.02.2026
Unser nächstes Etappenziel war Bunbury, die zweitgrößte Stadt Westaustraliens, was einem aber gar nicht so gewahr wird, weil die Einzelhauswohnbebauung weit verstreut ist und das Zentrum fast ganz ohne hohe Häuser auskommt. Insgesamt sehr ansprechend, sehr viel Grün und sehr viel Wasser. Wir standen zwei Nächte ruhig auf einer Mole, waren u. a. auf dem Aussichtsturm mit herrlichem Rundblick und gestern Abend sehr gut indisch essen.

Sonnenuntergang am 'Casuarina Point Lighthouse' in Bunbury.