2023 –
Australien
Unsere Route und wo wir gerade sind:
Stecknadeln (Datum und km) und Route (Datum) anklickbar.
19.
Kosciuszko National Park
16. bis 31. März 2025
Σ km 21.537

 

Yarrangobilly Caves (Höhlen): Hier die gewaltigen Eingänge links zur nördlichen und rechts zur südlichen 'Glory Cave'. Die rechte, mit großer Halle und Einsturzloch in der Decke, ist die einzige in diesem Gebiet, die man ohne Führung besuchen darf.

Eng, deswegen "Einbahnstraße", aber sehr sicher geht es durch die Höhle immer leicht bergauf. Die Beleuchtung wird durch Bewegungsmelder eingeschaltet. Wenn man zu langsam ist, z. B. beim Fotografieren, geht es aus und man steht fast im Dunkeln.

Die kurze 'Jillabenan Cave' ist ein Juwel: Formen und Farben sind einmalig

Das sind keine Kabelreste, sondern filigrane Stalaktiten. Im nächsten Foto hat die Natur ein "Geschirrhandtuch" an die Decke gezaubert.

Mit Höhlenführer gibt es auch Experimente und die machen sichtlich Spaß.

Eukalyptus

Am 'Bluff Lookout'.

Das Wappen des 'National Park & Wildlife Service NSW'. Dem Wappenvogel, einem Prachtleierschwanz, sind wir ja in der letzten Etappe in den 'Blue Mountains' begegnet.

Der schön angelegte Thermalpool ist im wahrsten Sinn des Wortes erfrischend.

Viele, viele Schilder...

Fast überall an Parkplätzen saubere Toilettenhäuschen.

Das Wasserkraftwerk 'Murray 1', das zum großen 'Snowy Mountains System' gehört (siehe letzte Etappe).

Gelbohr-Rabenkakadu

Wieder einmal gute und günstige Übernachtung, diesmal auf dem 'Geehi Flat Campground' des 'Kosciuszko Nationalparks'.
20.03.2025
Am Eucumbenesee war es so schön, dass wir ganze vier Tage geblieben sind.
Dann ging es zu den 'Yarrangobilly Höhlen', im 'Kosciuszko Natonal Park'. Bisher hatten wir mit Höhlen hier in Australien kein Glück: Zweimal längerfristig geschlossen. Diese hier sollten uns aber restlos entschädigen. Zuerst haben wir die "selbstgeführte" 'North Glory Cave' besucht. Das war schon sehr beeindruckend: Der Eingang zur Höhle eine riesige Halle mit einem Pfeiler und ein großes Einsturzloch im Dach. Der Gang durch die Höhle teilweise sehr schmal, deswegen nur 'one way' (Einbahnstraße). Nach 470 m und über 200 Stufen plus Rampen, immer aufwärts, kam man wieder ans Tageslicht. Wir waren die ganze Zeit allein unterwegs.
Bei der 'Jillabenan Cave' hatten wir Glück, dass gerade eine Führung begann und wir uns anschließen konnten. Sie ist um die 2 Millionen Jahre alt, nur 70 m lang, aber ein absolutes Juwel. Wir haben ja schon viele Tropfsteinhöhlen besucht, aber die Vielfalt der Formen und Farben in dieser übertrifft alles bisher Gesehene.
Natürlich haben wir auch den dortigen Thermalpool getestet, der war aber mit 27 °C recht frisch.
Durch den Nationalpark hindurch sind wir mit zwei Übernachtungen in die australischen Alpen gefahren. Dabei haben wir zwei Staumauern gequert, die zum 'Snowy Mountains Scheme' gehören, das der Stromerzeugung und Bewässerung dient. Es besteht aus 16 großen Staudämmen, 2 Pumpstationen, 9 Kraftwerken und 225 km Tunneln und Aquädukten (Bauzeit 1949-1974).
In Jindabyne stehen wir angenehm auf einem Campingplatz direkt am großen gleichnamigen Stausee(!), müssen nur einmal über eine Straße ins Einkaufszentrum und einen ersten Berg haben wir auch schon erklommen.
Heute und morgen sind Regentage, die wir hier abwettern, bevor wir wieder aktiv werden können.

Von Jindabyne fahren wir mehrmals
auf sehr guter Straße hinauf zum 'Charlotte Pass'.

Typischer und wunderschöner Baum in den 'Snowy Mountains': Der 'Snow Gum' (Schnee-Eukalyptus). Er verträgt Temperaturen bis zu -20 °C.

Auf dem 'Mount Perisher'.

'Chameleon Skyhopper'

Nutzbare Kunst an der Uferpromenade des 'Lake Jindabyne': Jesse Grahams 'Wrath of the Black Diamond (Zorn des schwarzen Diamanten)'.

Blick aus Bertha auf den See vom Campingplatz aus.

Auf dem Gipfel des 'Mount Stilwell'.

Im 'Kosciuszko Nationalpark' ist alles einheitlich und bestens ausgeschildert.

Zwischendurch näht Ulrike auf ihrer neuen, kleinen schweizer Nähmaschine (made in Thailand) weiter Mückenschutz, jetzt Version 3b oder so.

Wieder auf dem Campingplatz.

Auf dem Weg zum 'Mount Kosciuszko' überholt uns ein tieffliegender Militärtransporter der Royal Australian Airforce (RAAF), wahrscheinlich eine Boeing C-17A Globemaster III.

Wir überqueren den 'Snowy River', der von hier oben noch über 350 km Strecke bis ins Meer vor sich hat.

Die Notunterkunft 'Seaman's Hut', gespendet von den Eltern der Skiwanderer W. Laurie Seaman und dessen Freund Evan Hayes, die dort 1928 bei einem Unwetter ums Leben kamen.

Auf dem Gipfel des 'Mount Kosciuszko'.

Ein Pärchen Krähen, das hinter einem Felsen Windschutz gefunden hat. Welche Art genau, ob Gesellschaftskrähe, Neuhollandkrähe, Tasmankrähe, Torreskrähe oder Bennettkrähe ist schwierig zu unterscheiden (vgl. Wikipedia).

Die Steinpyramide (englisch: cairn) war bei unserem letzten Besuch 2012 noch nicht in Eisen gefasst.

Wir laufen links den längeren Weg zurück, bei dem wir nochmals etwa 400 Höhenmeter (aufwärts) vor uns haben.

Es geht auf und ab durch herrliche alpine Landschaft.

Die empfindliche Vegetation wird stellenweise durch Pfade aus Gitterrosten geschützt.

Rückblick auf den Eisenweg und den 'Mount Kosciuszko' in Bildmitte.

Auf dem 'Carruthers Peak'.

Der 'Blue Lake' von seinem Lookout aus.

Wieder über den glasklaren 'Snowy River' zurück.
24.03.2025
Heute haben wir zum zweitenmal Australiens Höchsten, den 'Mount Kosciuszko' (2.228 m), bestiegen. Im Gegensatz zu vor 13 Jahren, als wir von Thredbo hinaufgelaufen sind, ohne Seilbahnbenutzung, sind wir diesmal vom 'Charlotte Pass' aus gestartet. Nach knapp 3 h waren wir bei bestem Wetter oben und weil es so schön war, sind wir noch die Runde über den Carruthers Peak (2.145 m) gegangen. Insgesamt gut 22 Kilometer, über 800 Höhenmeter, bei 7,5 Stunden Gehzeit.
Wir sind ganz schön schlapp und werden morgen einen Murmeltag einlegen...
Jetzt stehen wir schön ruhig auf einem NP-Campground, haben gerade außengeduscht, unsere Restverpflegung von der Tour aufgegessen, es ist 20:15 Uhr, draußen stockdunkel, und demnächst werden wir uns, den Bedürfnissen geschuldet, frühzeitig zur Ruhe begeben.

Ulrikes Brot ist wie immer ein Genuss.

'Australien Wood Duck' (Mähnenente oder Mähnengans)

Nach ein paar Campingplatznächten in Jindabyne ziehen wir auf den 'Island Bend Campground' im Nationalpark um.

Pennantsittich und Flötenkrähenstar, der seinem Namen alle Ehre macht.

'Was auch immer' und Schafgarbe

Bertha freut sich.

Wir braten draußen Würstchen und schauen später Videos, wie zuhause...
Hier läuft gerade ein Bericht über einen Woelcke in unserem Woelcke ;-)

Die Flaggen und Karten erregen Interesse. Diesmal in Jindabyne lernen wir deswegen Diana und Brett kennen.

Die beiden fahren auch einen Sprinter.
Wir werden zum Tee eingeladen, fahren zu ihrem Haus und bekommen viele gute Tipps für die Weiterreise.

Quitte + Rosmarin und Holzapfel Gelee bekommen wir dann noch mit auf den Weg.
28.03.2025
Dem angekündigten Murmeltag folgte ein zweiter, dann ein Reisetag, an dem wir aber auch nicht recht weiter gekommen sind und nun fahren wir wieder zurück nach Jindabyne, um "Australiens besten Burger" zu testen.
Eigentlich wollten wir gestern dort nur kurz Wasser aufnehmen, tanken und die Lebensmittelvorräte ergänzen, aber es kam anders. Nach dem Woolworthsbesuch hing ein Zettel unter dem Scheibenwischer und ich mach' es kurz: Eine halbe Stunde später saßen wir bei den Sprinterfahrern Diana und Brett in ihrem schönen Haus beim Tee und unsere geplante Route wurde umgeworfen. Jetzt also nicht direkt auf staubigen Sträßchen, sondern nach Osten ans Meer und dann an der Küste entlang nach Süden.
Diana und Bretts Homepage:
moombahahut.com.au
Über den Burger und die Strände demnächst mehr auf diesem Kanal.

Wir werden beäugt.
Laut Brett die besten Burger Australiens (von 'Mountain Munchies' in Jindabyne) und wirklich: Zumindest der rechte, meiner, war fabelhaft.

Wir kommen aus den Bergen hinunter und erleben wieder eine ganz andere Landschaft. Die bizarren abgestorbenen Bäume tun das ihre dazu. Verdrocknet? Eher, wie schon öfter gesehen, durch Buschfeuer verursacht.

Die Skulptur 'The Snowy River Sphere' von Richard Moffatt aus recycelten Stahl.

In Cooma besuchen wir das interessante 'Snowy Hydro Discovery Centre' und machen einen kurzen Gang durchs Zentrum.
Und zum Schluss: Video einer Fahrt durch den Regenwald bei Regen, aufgezeichnet von unserer neuen Dashcam.