2023 –
Australien
Unsere Route und wo wir gerade sind:
Stecknadeln (Datum und km) und Route (Datum) anklickbar.
18.
Über die Blue Mountains nach Canberra
01. bis 15. März 2025
Σ km 20.506

'Lincolns Rock', nicht so oft besucht. Unser erster Aussichtspunkt in den Blue Mountains.

'Queen Victoria Lookout' oder 'Sublime Point'?

Die 'Drei Schwestern' vom 'Echo Point Lookout'.

Auf dem 'Glenraphael Drive'.

Schöner ruhiger Übernachtungsplatz auf dem Mount York.

Morgenstimmung am 'Govetts Leap Lookout'.

Links der 180 m hohe 'Govetts Leap Fall' und rechts der 100 m hohe 'Horseshoe Fall', beides sogenannte Brautschleier-Wasserfälle.

Lambertia formosa, gemeinhin bekannt als Bergteufel oder Honigblume

Der nur 3 m hohe, aber hübsche 'Taylor Fall'.

Eine vom Wind geformte Höhle.

Der Lookout auf dem 'Anvil Rock'.

Walddickkopf und Weißkehlbaumläufer

Am 'Perrys Lookout'.

Ganz großes Glück haben wir am 'Evans Lookout', den Wappenvogel des 'National-Park & Wildlive Service NSW' zu treffen:
Zwei Graurücken-Leierschwänze, auch Prachtleierschwanz.
Neben eigenen Rufen ahmt er Stimmen anderer Tiere nach, selbst Umweltgeräusche wie die Signaltöne von Lokomotiven, das Klicken von Fotoapparaten oder die Geräusche von Motorsägen werden imitiert. (vgl. Wikipedia)

Tief im Wald, die herrlich ruhige 'Murphys Glen Campsite'. Hier bucht man, rechtzeitig solange man noch Netz hat, online und zahlt nur die Buchungsgebühr, egal wieviel Tage man bleibt.
03.03.2025
Richtig gut geschlafen. Wir stehen mitten im Wald des Nationalparks und UNESCO Weltnaturerbes 'Blue Mountains', umgeben von hohen Eukalyptusbäumen. Deren Blätter verdunsten ätherisches Öl, dessen feiner Nebel in der Luft schwebt und bei Tageslicht mit für die leichte Blaufärbung verantwortlich ist, die den Bergen hier den Namen gab. Unser Campground liegt weit ab von der nächsten Siedlung. Es gibt nur 5 Plätze, mit Feuerstellen und eine einfache Toilette (Buchungsgebühr AUS$ 6,-/zur Zeit etwa € 3,50).
In der Nacht hat es abgekühlt und leicht geregnet, was Bertha nur noch kuscheliger macht. Die beiden Tage zuvor war das Wetter noch sehr gut und die haben wir genutzt, um uns wenigstens die Hauptattraktionen in der Gegend anzusehen. Wir waren an dutzenden Aussichtspunkten, sind einiges gelaufen, runter und wieder hoch, haben geschwitzt, waren aber von den riesigen Eukalyptuswäldern, den tiefen Schluchten mit den steilen Felswänden und den imposanten Wasserfällen total begeistert.
Heute bleiben wir hier im Wald, ohne Internet, lassen es uns gut gehen und arbeiten für unsere Homepage intensiv an den Fotos (Ulrike) und nebenher an den Texten (Wilhelm).

Das 'Ramsgate-House' von 1906

und die 'Malachi Gilmore Hall' von 1937 in Oberon.

Auch Goulburn ist eine alte liebliche Stadt mit vielen interessanten Gebäuden unterschiedlicher Baustile.

Das Gerichtsgebäude von 1887.

Die 'Montague Street' mit der 'St. Saviour Cathedral' im Hintergrund.

Eine wunderschöne Kirche. Verzierte Orgelpfeifen haben wir noch nicht gesehen.

Das riesige, begehbare Merinoschaf im gleichen Ort.

Wir passieren den 'Lake George' unweit von Canberra.

Unser guter Platz in Canberra für ein paar Tage am Racecourse.
06.03.2025
Schwuppdiwupp, schon sind wir in Canberra.
Auf der Herfahrt waren wir noch eine Nacht in Goulburn und haben heute morgen einen kleinen Rundgang durchs Zentrum gemacht. Recht viele schöne alte Gebäude, verschiedener Epochen, unter anderem Jugendstil. Besonders war die anglikanische 'St Saviour's Cathedral', eingeweiht 1884, "eine der schönsten Provinzkathedralen Australiens". Hervorzuheben das Chorfenster und die Orgel, deren Pfeifen farbig verziert sind. Das Turmdach ist bis heute leider nicht errichtet, bleibt aber ein Traum der Gemeinde.
Wir stehen hier im 'Exhibition Park', 10 km vom Zentrum, aber mit der Straßenbahnhaltestelle vor der Tür, und planen vier Nächte zu bleiben.

Gleich nebenan Bauernmarkt am Samstag: Super Gemüse, Brot und Wurst.

Keine fünf Minuten zu Fuß und dann mit der Straßenbahn nach fünfzehn Minuten im Zentrum der Hauptstadt Australiens.

Die Retortenstadt, deren Grundstein am 20. Februar 1913 gelegt wurde, hat viel Grün und Wasser, ist recht ruhig, angenehm.

Gegenüber dem alten Parlament die "Botschaft" der Aboriginals.

Im alten Parlamentsgebäude scheint die Zeit seit 1988 still zu stehen. Wir fanden den Besuch sehr interessant.

Das neue Parlamentsgebäude mit dem 81 m hohen Flaggenmast.

Der Saal des Repräsentantenhauseses, alles ziemlich englisch.
08.03.2025
Gestern sind wir mit der einzigen Straßenbahnlinie ins Zentrum gefahren und waren ein wenig shoppen.
Heute früh haben wir den 'Farmers Market' direkt in unserer Nachbarschaft besucht, waren begeistert von dem Angebot und haben ordentlich eingekauft.
Anschließend sind wir mit Bertha auf den 'Black Mountain' mit Funkturm und Lookout gefahren, waren aber enttäuscht von der Aussicht, da diese recht zugewachsen ist. Das Problem ist erkannt, einige Bäume sind markiert, aber eben noch nicht beseitigt.
Nächstes Ziel war das alte Parlamentsgebäude (von 1927 bis 1988), heute 'Museum of Australien Democracy' (MOAD). Im Inneren kommt es einem vor, als seien die Politiker und Mitarbeiter gerade eben erst in den Feierabend gegangen: Die Büros, Zimmer und Plenarsäle sind noch voll ausgestattet und aufgeräumt ist es auch nicht immer. Man kann zum Beispiel in die Räume des Premierministers gehen und sich alles, samt Dusche und Toilette, ansehen.
Danach natürlich ins neue, größere Parlamentsgebäude (seit 1988). Hier sind die Foyers und die Besuchertribünen der beiden Plenarsäle (Repräsentantenhaus und Senat) zugänglich. Wir haben an einer kurzen Führung teilgenommen und haben zum Beispiel erfahren, warum Emu und Känguru die Australischen Wappentiere sind: Beide können nicht rückwärts laufen und versinnbildlichen damit das australische Motto: 'Niemals rückwärts gehen, immer nur nach vorne.'
Dass die Australier die einzigen sind, die ihre Wappentiere auch essen, wurde nicht erwähnt.

Wir fahren im Botschaftsviertel herum und schauen natürlich bei der Deutschen Vertretung vorbei.

Mexikanischer Snack am 'Kingston Harbour'.

Blick vom 'Mount Ainslie' auf die beiden Parlamentsgebäude, bei Tag und bei Nacht.

Dort oben befindet sich auch ein Leuchtturm für den Flugverkehr.
National Galery of Australia (NGA)


bitte Panorama in der Box nach rechts und links schieben!
Tapete
Jean-Gabriel Charvet (Designer): Sauvages de la Mer Pacifique, 1805
Immer noch lieferbar.

Paul Gaugin: Le toit blue or Ferme au Pouldu, 1890 und Claude Monet: Nymphéas, ca. 1914-1917

Ethel Carrick: The market, 1919 und Anne Dangar: Trial Bay landscape, 1912-1915
(zur Zeit in einer Sonderausstellung)

Joan Miró: Paysage, 1927 und Pablo Picasso: Still-life with mask, 1937

Jackson Pollock: Blue Poles, 1952

Nym Bunduk: Map of Murrinh-Patha country, 1959

Fred Williams: Lysterfield tryptich, 1967-1968

Djon Mundine (Konzeption): Aboriginal Memorial, eine Installation aus 200 Grabpfählen, 1988

Howard Arkley: House and garden, Western suburbs, Melbourne, 1988

Rebecca Horn: Les Amants, 1991

Poly Ngal: Bush Plum Country, 2002 und Danie Mellor: The Song Cycle, 2018

Richard Bell: From little things big things grow, 2019-2020

Vincent Namatjira: Displaced, 2021 und Marlene Gilson: All Nation's Gully, 2023

Lindy Lee: Abundance, 2024

Lindy Lee: Absolute fire, 2023-2024

Lindy Lee: Charred Forest (Verkohlter Wald), 2024

Kulata Tjuta: Tirkilpa, 2025

Lindy Lee: Ouroboros, 2023
Die Skulptur aus poliertem Edelstahl ist 13 Tonnen schwer, hat 14 Millionen AUS$ gekostet, hat dafür aber 45.000 Löcher.

James Turrell: Within Without, 2010

Antony Gormley: Angel of the North, 1996

Clement Meadmore: Virginia, 1970

Wir fanden es klasse!

Auf dem Weg Richtung 'Snowy Mountains' nehmen wir eine landschaftlich sehr schöne Nebenstrecke und übernachten auf dem 'Orroral Campground' im 'Namadgi Nationalpark'. Am nächsten Morgen sehen wir uns die 'Orroral Space Tracking Station' an und sind dann doch sehr überrascht gewesen, was uns dort erwartet hat.

Echte Merinoschafe

Um den recht kleinen Ort Adaminabay herum gibt es gute Forellengewässer, deswegen eine als Wahrzeichen im Zentrum.

Wir bleiben vier Nächte auf einer schönen Nationalparkwiese am 'Lake Eucumbene', der vom gleichnamigen forellenhaltigen River gespeist wird.
13.03.2025
Der Zyklon Alfred (eigentlich sollte er Anthony heißen, weil aber der derzeitige Präsident diesen Vornamen hat und demnächst Wahlen anstehen...) ist durch. In Maroochidore nur Nieselregen. In Brisbane viel Regen und Wind, Stromausfälle, deswegen u. a. kein Mobilfunk. In Grafton stoppte das Hochwasser gerade noch vor dem Haus, aber die Weiden sind überschwemmt und werden jetzt vor dem Winter lange brauchen, bis sie wieder trocken sind, gar nicht gut.
In Canberra haben wir sämtliche Lookouts besucht, einen auch noch einmal bei Dunkelheit mit schöner Sicht auf die erleuchtete Stadt.
Am Abreisetag, als wir noch verspätet auf unserer Campingplatzparzelle standen, warteten schon die Nachmieter: Dagmar (ehemals Heidelberg-Wieblingen) und Ian aus Westaustralien. Zu Besuch gerade ihr Bruder Harald (sesshaft in Wieblingen). Sehr nette Unterhaltung, Zufälle gibts!
Zum Abschluss waren wir dann noch in der tollen 'National Gallery of Australia'. Das war dann das Tüpfelchen auf dem i: Klasse Bilder, nicht überfrachtet und interessant arrangiert.
Insgesamt eine "ruhige" Hauptstadt, schön angelegt, Retorte, keine hohen Hochhäuser, viel Kultur, Wasser und sehr viel Grün.
Richtig ruhig, und das genießen wir total, waren die letzten beiden Nächte auf Nationalpark-Campgrounds. Vorgestern im Wald, in der Nähe der ehemaligen 'Orroral Valley Space Tracking Station' der NASA, eine von nur drei rund um den Globus, von wo aus erdumlaufende Satelliten und der Erstflug des Spaceshuttle überwacht wurden (1967 bis 1981). Schon lange platt gemacht, nur die große 26-Meter-Antenne tut immer noch ihren Dienst, jetzt aber in Tasmanien. Seit gestern sind wir auf einer riesigen Wiese am 'Lake Eucumbene'. Hier hüpfen jede Menge Kängurus als Greenkeeper herum, ansonsten ist es einfach nur angenehm, so dass wir entschieden haben, noch eine Nacht zu bleiben. Die Zeit werden wir mit Brot- und Kuchenbacken, Anfertigen der neuen, verbesserten Variante des Insektenschutzes mit der neuen Nähmaschine(!), kleineren Reparaturen, Fotos heraussuchen, kurzfristiger Reiseplanung und ausführlichem Chillen, verbringen.

"Beste Freunde sind wie Sterne, du siehst sie nicht dauernd, aber du weißt, sie sind da."
Eine kluge Aussage auf eine einfache Serviette gedruckt.