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Australien

unserer Route:
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38.

Great Central Road, Red Center, Stuart Highway, Ceduna

01. bis 15. Januar 2026
Σ km 52.832

Australien  First Australians 

01.01.2026
Nach einem doch, wegen des lang andauernden Werkstatttermins, eher missglückten Weihnachten haben wir einen sehr schönen Jahresübergang gefeiert. Mit Silke und Uwe waren wir im 'Sir James Mitchell Park' am Swan River direkt (1,5 km) gegenüber der Skyline des Zentrums von Perth. Wir haben zusammen zu Abend gegessen und dann die beiden großartigen Feuerwerke, für Kinder um halb zehn und später das zum Start des neues Jahres, angesehen und fotografiert. Um uns herum tausende Mitfeiernde, aber viel Platz dazwischen und sehr friedlich.
Jetzt werden wir noch gemeinsam frühstücken, die beiden verabschieden und uns noch einmal ins rote Landesinnere aufmachen.


Blick hinüber auf das Zentrum von Perth kurz vor Mitternacht, dann startet das tolle Feuerwerk zum neuen Jahr.







Unser "illegaler" Übernachtungsplatz am Neujahrsmorgen, inwischen waren schon Säuberungstrupps unterwegs, die aber nicht viel zu tun hatten. Auch die Polizei war da, hat sich jedoch nur für unsere Webseiten interessiert.

05.01.2026
Am Neujahrstag haben wir es nur noch aus der Stadt heraus bis Wundowie geschafft.
Tags darauf dann bis 'Southern Cross', wo alle Straßen nach Sternen benannt sind.
In Kalgoorlie, der größten Stadt des australischen Outbacks, sind wir für zwei Nächte auf einen Campingplatz geblieben. Übrigens begleitete uns den ganzen Weg dorthin die Wasserleitung 'Golden Pipeline', die von Perth gut 560 km hierher ins goldene aber trockene Hinterland führt. Das Wasser darin ist ganze zehn Tage unterwegs.
Gestern haben wir uns die 'Hannans North Tourist Mine', eine Art Freilichtmuseum, angesehen und wohnten dem spannenden Gießprozess eines Goldbarrens bei. Dort sind auch ein riesiger Muldenkipper und ein gigantischer Radlader ausgestellt, beides recht aktuelle Modelle, auf die man steigen und sich in die Fahrerkabinen setzen darf.
Heute morgen eine geführte Tour mit einem Bus in das Gelände der 'Super Pit', der flächenmäßig größten Goldmine Australiens, zur Zeit etwa 3,5 km lang, 1,5 km breit und knapp 700 m tief. Ein enormes Loch.
Auf der Weiterfahrt nach Leonora haben wir bei Menzies einen insgesamt gut 100 km langen Abstecher zum 'Lake Ballard' gemacht, um uns die 51 Metallfiguren des Bildhauers Antony Gormley mit dem Titel 'Inside Australia' (Innerhalb Australiens) anzusehen. Der kurze Weg über den Salzsee zu ein paar dieser Figuren und der Aufstieg auf einen Aussichtshügel war bei etwa 50 °C echt brutal. Die Drohne wollte irgendwann nicht mehr, die Kamera ist ausgestiegen und wir haben uns mühsam zu Bertha zurückgeschleppt.
Von diesem Künstler haben wir auch schon die Skulpturen 'Havmann' (Hafenmann) in 'Mo i Rana' (Norwegen) und 'Angel of the North' (Engel des Nordens) in Canberra gesehen [Beide mit Fotos auf unseren Reiseseiten]. 100 eiserne Figuren von ihm wurden 1995 im Wattenmeer vor Cuxhaven aufgestellt. Bei Hochwasser teilweise bis zur Brust im Wasser stehend und bei Niedrigwasser zu Fuß erreichbar, boten die lebensgroßen Figuren ein imposantes Schauspiel (s. Wikipedia). Leider hat die Stadt damals nicht eine behalten wollen...
Jetzt stehen wir zur Übernachtung ganz legal neben der 'Gwalia (Walischischen) Gold Mine', die über 1.600 Meter unter die Oberfläche reicht und der gleichnamigen Geisterstadt, vor dem 'Hoover House', das wir morgen besichtigen werden.


Unterwegs kurzer Stopp in Northampton: Fußgängerhängebrücke über den 'Swan River'.

Kein Schwan, aber eine hübsche Haus(?)gans.

Blesshuhn beim Futtern.

Schöne alte Gebäude und das moderne 'Bilya Koort Boodja Centre', ein sehr gut gemachtes und interessantes Geschichtsmuseum in Northampton.



Auf dem 'Great Eastern Highway' begleitet uns die 'Golden Pipeline', ein langes Stück Technikgeschichte.

Das historische Gerichtsgebäude von Coolgardie.

Kalgoorlie ist "die" Goldstadt Australiens.

Riesige Abraumhalden bestimmen die Umgebung der Stadt.

Sonntags wird in der Besuchermine ein "Goldbarren" gegossen. Wir sind dabei und erhalten auch viele spannende Informationen.



Das Außengelände ist groß und es gibt viel zu entdecken, allerdings ist es sehr heiß. Wir lassen es uns aber nicht nehmen, die beiden "begehbaren" Fahrzeuge genauestens zu inspizieren.

Ein riesiger Muldenkipper.
Infotafel dazu:
Jeder CAT (Caterpillar) 793C der Super Pit transportiert zwischen 220 und 250 Tonnen Gestein pro Fahrt. Aber nur jeder sechste ist mit goldhaltigem Erz beladen. Der durchschnittliche Goldgehalt im Erz liegt bei etwas über 2 Gramm pro Tonne, was zwischen 460 und 500 Gramm Gold pro Ladung, etwa der Größe eines Golfballs, entspricht.
Über seine Lebensdauer von 110.000 Stunden transportiert er durchschnittlich 150.000 Ladungen.



Ein ebenso gewaltiger Radlader von CAT.





Am nächsten Tag sehen wir die Fahrzeuge im Einsatz bei einer geführten Minentour. Hier der Blick in die 'Super Pit' (riesige Grube) mit zwei Stollenportalen zum Untertageabbau.



Ein schwedischer Sandvik TH663i, mit rund 63 t Ladekapazität, speziell für den Bergwerksbetrieb.

Zwei Mitarbeiter der KCGM (Kalgoorlie Consolidated Gold Mines), die uns irgendwie bekannt vorkamen.

Auch hier wieder viele interessante Infos, soweit wir sie überhaupt verstehen.



Das 'York Hotel' in Kalgoorlie, das am 23. Februar 1901 eröffnet wurde.





'Inside Australia' des Künstlers und Turner- Preisträgers Antony Gormley: 51 weitverstreute Metallskulpturen auf dem 'Lake Ballard'.





Um die 50 °C auf dem Salzsee und die "Besteigung" des Hügelchens haben uns echt geschafft.

Hölzerner Kookaburra (Lachender Hans).





09.01.2026
Das Museum war dann leider doch noch wegen der Feiertage geschlossen. Das 'Hoover House' wurde vom gleichnamigen Ingenieur für den damaligen Minenboss gebaut, er selbst wurde später der 31. Präsident der Vereinigten Staaten.
Über Laverton ging es auf die 'Great Central Road', die "längste Abkürzung Australiens". Sie führt durch Aboriginal-Land, weswegen man drei Permits benötigt, die aber kostenlos im Internet beantragt werden können. Die 1.000 km ins rote Zentrum sind zum größten Teil (900 km) unbefestigt, aber bestens gepflegt. Die Landschaft ist abwechslungsreich und schön. Wir sahen u. a. zwei große Kamelherden und einige Wildpferde. Hunderte Autowracks liegen neben der Straße: Oft ist Abschleppen soweit im Outback einfach zu teuer. Mit Zwischenübernachtungen in Tjukayirla und Warakurna, waren wir nach insgesamt über 2.000 km von Perth aus am Ziel: Die 'Kata Tjuta' (Olgas) und der Uluru (Ayers Rock). Es war wunderschön, wieder auf diese roten markanten Felsen zuzufahren, die man schon aus weiter Entfernung erblicken kann. Der Sonnenuntergang an den Olgas fiel leider Wolken zum Opfer, dafür sorgte heute morgen, nach leichtem Regenfall(!) in der Nacht, ein schöner Sonnenaufgang für "glühende" Felsen.
Auch den imposanten Uluru haben wir noch einmal ehrfurchtsvoll umrundet, dann in Yulara eingekauft und getankt.
Jetzt sind wir schon ein gutes Stück weiter Richtung Süden, um der außergewöhnlichen Hitze (fast die ganze Zeit tagsüber um die 45 °C und nachts nicht unter 30 °C) zu entkommen. In Marla, wo wir 2024 vom Birdsville- und Odnadatta-Track auf den 'Stuart Highway' gestoßen sind, campen wir am Roadhouse. Nach langer Fahrt: Kühler Pool und duschen, anschließend fette Pizza und kaltes Dosenbier.


Das historische 'Gwalia State Hotel' in der gleichnamigen Geisterstadt, in unmittelbarer Nähe der Stadt Leonora. Die "dazugehörige" einst aufgegebene Goldmine ist heute wieder in Betrieb.









Kurz hinter Laverton beginnt die 'Great Central Road', auf der wir fast 1.000 km bis ins 'Red Center' fahren.



Lieber etwas warten, bis sich die Windhose verzogen hat.

47,5 °C außen und Gravelroad, da läuft die Klimaanlage von Bertha auf Hochtouren und der Dieselverbrauch ist auch nicht ohne.



Warburton, eine Gemeinde der Aboriginals mit Roadhouse. Eine der seltenen Möglichkeiten, auf dieser Strecke zu tanken und etwas einzukaufen.

Ein Wasserloch am Ort zieht hunderte wilder Kamele an.







Die Landschaft ist absolut nicht eintönig und in der zweiten Streckenhälfte stellen sich uns mehrere Gebirgszüge, wie z. B. die 'Petermann Ranges' in den Weg.





Schon fast am Ziel, der Grenzübertritt ins 'Northern Territory'.

Ein Chef-Brumby. Brumbies sind frei lebende verwilderte Pferde.

In der Nähe der Aboriginal-Siedlung Kaltukatjara (englisch 'Docker River') dieses nette Schild. Der Ort selbst ist leider zugemüllt und vemittelt einen verwahrlosten Eindruck.





Dann endlich, Belagswechsel und die 'Kata Tjuta' (englisch 'Olgas') tauchen auf, wir haben es geschafft.



Wir übernachten in der Nähe und schauen uns am nächsten Morgen den Sonnenaufgang vom entsprechenden Aussichstpunkt an.







Einmal umdrehen und der Uluru (englisch 'Ayers Rock') zeigt sich in 25 km Entfernung.

Ihn umrunden wir natürlich noch einmal und sind erneut total begeistert von seiner Erhabenheit.

Rotlappen-Honigfresser (Anthochaera carunculata)

Auf der Weiterfahrt, nur noch auf Asphalt und mit sehr viel mehr Verkehr, kommen wir auch wieder am 'Mount Conner' vorbei.

15.01.2026
Auf dem 'Stuart Highway', der geteert einmal komplett den Norden mit dem Süden Australiens verbindet, von Darwin nach Adelaide, sind wir bis Glendambo gerollt. Dort haben wir übernachtet und sind am nächsten Tag über die 'Tarcoola-' und die 'Gawler Ranges Road' direkt nach Süden gefahren. Zwar gut 300 km Gravelroad, aber es ersparte uns weitere 360 km. Die Piste war recht gut, nur etwa drei Fahrzeugen begegnet, schöne Landschaft und viele kleinere Salzseen. An einem, 50 km vor dem Ende der "Abkürzung", sind wir drei Nächte geblieben. Die ganze Zeit absolut alleine. Nachts, da keine Lichtverschmutzung, herrlicher Sternenhimmel. Totale Ruhe.
Gestern haben wir dann über Wirrulla, wo wir den Reifendruck wieder an Asphalt anpassten, Ceduna (was in der Sprache der Aboriginals: 'Platz zum Ruhen' bedeutet) erreicht. In der kleinen netten Stadt am Meer haben wir auf einem sehr guten Campingplatz eingecheckt und werden ein paar Tage bleiben (nomen est omen!).
Hier sind es gute 20 Grad weniger als noch letzte Woche im Zentrum Australiens mit 45 °C. Gerade kommen wir vom Italiener (Pizza), gestern beim Inder (Butterchicken und Chicken Tikka Masala), und frieren leicht. Nachts wird es dann richtig kalt und die Bettdecken sind wieder im Einsatz.




Auch 'Coober Pedy', mit seinen Opalvorkommen, liegt noch einmal auf unserem Weg.



Dieses Mal besuchen wir dort die imposante, unterirdische, katholische Kirche.

Er wartet wohl schon etwas länger auf seinen Anruf.

Wir nehmen den Abzweig nach Wirrulla.



Ein Sandwaran (Varanus gouldii), auch bekannt als Goulds Waran oder Sand-Monitor.
Ansonsten begegnet man hier praktisch niemanden.









Viele kleinere und größere Salzseen rechts und links der Straße. An einem bleiben wir in absoluter Einsamkeit drei Nächte und genießen die Ruhe und die schöne Natur.







Oberflächenstrukturen auf einem Salzsee.



Herrliche Stimmung bei Sonnenuntergang, in der Nacht und bei Mondaufgang.





Buschmeise (Chamaea fasciata), auch bekannt als Wrentit.

Über Willurra erreichen wir auf dem 'Eyre Higway' [A1] Ceduna.




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