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2013

Frankreich (Bretagne)

Frankreich Bretagne

[Mail mit Reisebericht an Familie und Freunde]

Liebe Leute,

jetzt schreiben wir Euch aus Kemper in der Bretagne. Das ist jetzt unser eigentlicher Jahresurlaub, obwohl wir von diesem Jahr ja schon gut 3 Wochen in Australien/Tasmanien waren.

Losgefahren sind wir vor zwei Wochen, sind recht schnell über die Nationalstraßen Nr. 4 und 12 in Alencon angekommen und haben am nächsten Tag Rennes einen Besuch abgestattet, bevor wir über Vitre und Fougeres, die alten Bastionen gegenüber Frankreich, am Mont St. Michel gelandet sind. Noch am Abend sind wir vom guten WOMO-Stellplatz ca. 3 Km über den alten Damm zur Insel geradelt, haben einen Rundgang gemacht und sind auf dem Heimweg von einem ordentlichen Regenschauer erwischt worden. Am nächsten Morgen dann wieder mit den Rädern hin, ist einfach schneller und kostet nix. Mit Audioguide haben wir uns dann gut 2,5 Stunden Zeit für die Besichtigung der Abtei gelassen und waren beeindruckt von diesem Bauwerk. Weiter gings nach St. Malo, das uns gefallen hat: Stellplatz mitten in der Stadt, die herrliche vom Meer umspülte Altstadt Inra Muros und der Fisch im Restaurant am Abend. Immer an der Küste entlang, auf teilweise kleinsten Sträßchen sind wir über Dinan, Dinard, das Cap Frehel, Treguier, Ploumanach, St. Michel en Greve, Plougasnou usw. usf., jedenfalls durch viele herrliche Städtchen, an unendlichen wunderschönen Buchten mit teils erstklassigen weißen Sandstränden und dem westlichsten Punkt Festland-Frankreichs, der Pointe de Corsen, in Brest gelandet. Letzten Donnerstag um 8:20 Uhr ging die Fähre zur Insel Molene. Wir konnten gerade noch mit, denn der Verkehr um diese Zeit war dermaßen, dass wir für ein paar Kilometer 45 Minuten brachten (Stop and Go). Wir sind 8:19 Uhr am Hafenbecken um die Ecke gebogen, sofort auf den wirklich letzten Parkplatz in Sichtweite des Schiffes und Ulrike ist losgespurtet, die Gangway war schon an Land. Ich bin dann barfuß an Bord, den zum Schuhe anziehen war wirklich keine Zeit und die Jungs machten das auch deutlich. Wie auch immer, der Kapitän hat trotz Seenebel und dauerndem Hubsignal die Hafeneinfahrt gefunden. Plötzlich tauchte ein roter Pfahl auf und kurz später nur etwa 5 Meter neben uns der passende grüne. Wie haben die das nur früher ohne Radar und GPS gemacht? Das Wetter wurde besser und der Tag auf der kleinen Insel mit etwa 200 Bewohnern und 7 Autos war wunderschön. Wir haben die Insel umrundet und für die 4 Km 2,5 Stunden gebraucht, so oft mussten wir stehen bleiben und aufs Meer schauen. Später haben wir und dann mit Blick auf das "bleierne Meer" und die vielen vorgelagerten Felsen und Inselchen, die CD von Didier Squiban mit dem Titel Molene angehört, die auf dieser Insel in der Kirche eingespielt wurde und waren natürlich ganz hin und weg. Das war ja der eigentliche Grund in die Bretagne zu fahren. Die Idee ist uns im Zug nach Wladivostok beim Hören eben dieser CD gekommen, aber das ist eine andere Geschichte...

Heute sind wir, nach vielen weiteren Pointes und Caps vom landschaftlich wunderschönen Point du Raz aufgebrochen, waren beim Ponte de Penmarc'h mit drei Leuchttürmen und einem Semaphore, u.a. dem Phare d'Eckmühl, haben wieder Strände gesehen und kurz betreten, die jeweils eigentlich einen ganzen Urlaub verdienen würden.

Morgen besuchen wir den Werksverkauf von Amor Lux, das sind die mit den teuren Ringelhemden und werden dann weiter Osten ziehen. Am Freitag haben wir ein Date mit besagtem Didier Squiban und der Nante Philharmonic. Zur Aufführung kommt die Symphonie "La Bretagne" von ihm, wir sind sehr gespannt. Am Samstag dann werden wir wieder über die gutausgebauten, zur Hälfte mindestens vierspurigen Nationalstraßen nachhause düsen, denn am Montag ist wieder Arbeiten angesagt. Aber noch ist es nicht soweit!

Herzliche Grüße an Euch alle,
wilhelm und Ulrike

Sonntag, 29. September, Camping Municipal Kemper (französisch Quimper)

PS: Die Tegus, Graves, Circumflexe und was weiß ich noch alles habe ich mir bei dieser Textmail erspart. Ich bitte mir das nachzusehen.



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