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Australien

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42.

York-Peninsula, Grampians, Tasmanien

15. bis 31. März 2026
Σ km 62.615


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08.05.2026
Ich habe es dann doch noch nachhause geschafft, nach kurzer, harter Nacht auf einer Sitzbank im Flughafen von Bangkok. Dankenswerterweise hat Volker D. mich in Frankfurt abgeholt und ich konnte dann recht schnell ins bequeme Bett.
Im Haus angekommen, hatte ich das Gefühl, als hätte ich es erst vor ein paar Tagen verlassen und nicht vor über 14 Monaten.
Ulrike putzt derweil in Brisbane aufopferungsvoll Bertha, die zwar äußerlich recht sauber erschien, aber doch noch recht viel Dreck im Unterbodenbereich versteckt hielt. Auch im Innenraum, Fenstern, Hauben und Dichtungen hat sich der rote Staub überall festgesetzt. Alles muss in die Hand genommen und gesäubert werden...
Michael bekommt das Unterbodenreinigungsdiplom, hat die Dieselheizung wieder zum störungsfreien Laufen gebracht, ein paar ramponierte Stellen der GFK-Haut repariert, die dickeren Leitungen für unseren neuen Inverter mit 500 W verlegt und einiges mehr in Ordnung gebracht.
Mandy reinigt u. a. mit Zahnstocher und Pinzette die feinsten Rillen der Schuhe und sorgt für das leibliche Wohl der Putzkolonne.
Ulrike kümmert sich auch noch um die Verschiffung nach Neuseeland, die voraussichtlich am 25. Mai starten wird. Da ist ebenfalls einiges zu tun. Ich suche unterdessen einen sicheren Stellplatz in Auckland.

01.05.2026
Sondermeldung:
Wilhelm hat den Anschlussflug in Bangkok verpasst!
Ich könnte das jetzt auf den umständlichen "Gepäcktransfer" schieben, den ich selbst machen musste, also mit digitaler Ankunftstkarte in Thailand einreisen und dabei fast eine Stunde vor den Zollschaltern anstehen, dann die Reisetasche am Band abholen, wieder ausreisen, wieder mich und Gepäck selbsteinchecken usw.
Oder auf den Fotocomputer am Selbstausreiseterminal, der mich wegen meines westaustralischen Bartes nicht erkannte und ich daraufhin erst analog begutachtet werden musste.
Oder dass das Gate, weit ab vom Schuss, nur mit einem Zug erreichbar war.
Oder dass es nirgends in diesem Flughafengebäude Uhren gibt.
Aber nichts von dem ist wirklich schuld daran, es war eine nicht nachvollziehbare kognitiv-zerebrale "Abflugszeitverschiebung", die mich vor dem mitlerweile geschlossene Gate, an dem noch der Flieger stand(!), auftauchen ließ...
Das Ende vom Lied: Ich musste meine Reisetasche wieder vom Band holen und dazu wieder einreisen, (da hat mich netterweise eine Mitarbeiterin von Qatar Airways durch die inoffiziellen Hintergänge des Flughafens geschleust), Flug umbuchen, wieder mich und die Tasche selbsteinchecken, wieder ausreisen usw.
Das einzige Positive dabei ist, dass ich einen um drei Stunden kürzeren Flug direkt nach Frankfurt habe und "nur" 4½ Stunden später ankomme.

29.04.2026
Wir sind wieder zurück auf dem "Festland". Nach drei Tagen langer, anstrengender Fahrt u. a. über Grafton, wo wir noch einmal Miriam, Eric und die Kids besucht haben, sind wir wieder bei Mandy & Michael in Brisbane untergekommen, die schon am Abend vorher zurück waren. Wilhelm muss morgen, wie angeordnet, zum spätesten Termin, nachhausefliegen, während Ulrike sich hier um die Verschiffung kümmert und Bertha dafür vorbereitet.
In Tasmanien haben wir uns noch die 'Liffey Falls' angesehen, sind über das Hochland zum 'Great Lake' gefahren und waren schließlich, pünktlich zum Fährtermin, in Devonport.
Die elfstündige Überfahrt, diesmal mit der 'Spirit of Tasmania I" war angenehm ruhig.
Reserverad und Sandbleche sind inzwischen von Bertha abgenommen, die Kisten aus dem Heckstauraum durchgesehen, und in einer der beiden Garagen der beiden gestapelt. Alles was mit nach Deutschland kommt, liegt in der großen Wohnhalle auf dem Boden und wird zum Teil gerade von Ulrike kunstvoll in Wilhelms Reisetasche verstaut.

21.04.2026
Über Wynyard sind wir nach Waratah zu den 'Philosopher Falls'. Der Weg hinunter zum Wasserfall durch dichten, dunklen Regenwald bei nur wenig Regen war einzigartig.
Nächste Station war dann der einsame 'Lake Lea', bei recht viel Regen mit vielen nassen Kängurus und Wombats.
An den nächsten beiden Schönwettertagen sind wir auf den 'Prospect Mountain' und den 'Hansons Peak', mit Fern- und Nahsicht auf den 'Cradle Mountain', gewandert. Ersteres eine ziemlich feuchte, letzters eine anspruchsvollere, aber prächtige Tour.
Zwei Nächte waren wir dann am 'Lake Rowallan', dem aufgestauten 'Mersey River', und haben u. a. bei Lagerfeuer den prächtigen Sternenhimmel über dem See bewundert.
Heute ging es nach einer geschmacksexplosiven Trüffelverkostung weiter in die hübsche Kleinstadt Deloraine. Dort haben wir bei einem Italiener guten Kaffee und leckeres belegtes Baguette verköstigt und waren etwas shoppen. Im Moment stehen wir schön und ruhig auf dem freien Campground am 'Lower Liffey Reserve', wo wir zwei Nächte bleiben.
Jetzt aber noch eine etwas bittere Pille: Wilhelm muss am 30. April Australien verlassen und heimfliegen, weil sein Visum, nach extrem vielem und nervigem Hin und Her, nur bis zu diesem Zeitpunkt verlängert wurde. Ulrike, die bis Ende Mai bleiben darf, wird Bertha in Brisbane bei Mandy & Michael für die Verschiffung nach Neuseeland vorbereiten und dann auch nachhause kommen. Diese "behördliche Anordnung", wirft einen kleinen Schatten auf das ansonsten so freundliche Australien.
Wir planen dann, im September in den neuseeländischen Frühling aufzubrechen.

15.04.2026
Landschaftlich sehr schön ging es durch die wilde, einsame Westregion Tasmaniens über Zeehan und einen Abstecher zum 'Reece Staudamm' zum 'Piemann River'. Bei Corinna sind wir mit einer kleinen Fähre, auf die Bertha nur allein gepasst hat, übergesetzt. Von nun an Gravelroad und, trotz ab und zu Nieselregen, rauf und runter mit herrlichen Ausblicken. Nach einer weiteren Übernachtung in der "Wildnis' erreichten wir wieder Asphalt und mit Smithton wieder die "Zivilisation".
Einen Tag später sind wir zwei allein zur 'Trowutta Arch', zu den 'Dip Falls' und zum 'Big Tree' (Riesiger Baum) gefahren. Übernachtet dann in Stanley unterhalb der 'Nut' (Nuss), einem alten, flachen, rund 140 m hohen "Vulkanpfropfen", den wir am nächsten Tag zu viert auf steilem Pfad bestiegen und oben bewandert haben, wie vor 14 Jahren schon einmal. Und wie damals sind uns wieder die kleinen süßen Filander (Thylogale), englisch Pademelons, begegnet. Am Vorabend haben wir auch 'Little Penguins' (Eudyptula minor), mit 30 cm Größe der Welt Kleinste, bei ihrer Rückkehr aus dem Meer direkt hinter dem Campingplatz beobachten können.

11.04.2026
Am See sind wir noch eine Nacht länger geblieben, auch ein trockener Spaziergang war drin.
Weiter ging es zum 'Lake St Clair', wo wir nach Besuch des 'Visitor Center' in der Nähe am 'Derwan River' schön und ruhig, bis auf das Trommeln der Regentropfen, übernachtet haben.
Auf der kurvenreichen Fahrt durch das teilweise beschneite Gebirge nach Queenstown haben wir uns die, vor allem jetzt bei dem vielen Regen, wirklich beeindruckenden 'Nelson Falls'*, den 'Iron Blow Lookout' und die 'Horsetail (Pferdeschwanz) Falls' angesehen. In der Stadt haben wir eingekauft, getankt und den 'Spion Kop Lookout' "bestiegen".
[*Im Englischen wird meist ein Wasserfall als 'Falls' (Mehrzahl) bezeichnet, vor allem, wenn er breiter oder in mehrere Kaskaden unterteilt ist.]
Noch am Spätnachmittag bis Strahan gefahren und in der Nähe im dunklen Wald übernachtet.
Heute sind wir vier mit der 'West Coast Wilderness Railway' (Westküstenwildnisseisenbahn) ein Stück an der 'Lettes Bay' und am 'Kings River' entlanggefahren, teils im Regenwald, mit dazugehörigem ordentlich Regen. Danach noch 20 km mit Bertha bis zur 'Henty Bridge' über den gleichnamigen Fluss, neben dem wir jetzt stehen. Gerade gab es für alle dicke heiße Suppe mit viel Würstchenscheiben und ein Plauderstündchen. Der Regen prasselt aufs Dach, in Bertha ist es trocken, warm und saugemütlich.

07.04.2026
Bis zum 'Cockle Creek', dem mit einem Fahrzeug südlichsten erreichbaren Punkt Tasmaniens, sind wir hinuntergefahren. Regen, Wind und Kälte. Trotzdem sind wir dort zwei Nächte geblieben.
Die nächste Nacht standen wir kurz vor Franklin, wo wir beide am folgenden Tag eine sehr interessante Führung durch das 'Wooden Boot Center', in dem Holzboote gebaut und renoviert werden, bekamen. Später sind wir zum 'Mount Wellington', dem Hausberg Hobarts, hochgefahren und hatten Glück, weil die Wolkendecke eine zeitlang gerade etwas über dem Gipfel hing.
Mit einer Zwischenübernachtung in 'New Norfolk' sind wir landschaftlich sehr schön durch dichte Wälder zum 'Gordon Dam', einer 140 m hohen Bogenstaumauer, dem Ende der 120 km langen "Sackgasse", gefahren.
Heute wieder zurück, an den beiden Wasserkraftwerken von Tarraleh vorbei und zum 'Lake Binney', wo wir schön direkt am See mit Mandy und Michael und sonst niemand stehen. Weil das Wetter immer noch ziemlich trübe, kalt und regnerisch ist, gab es heute Abend Bratwürste, mit Kartoffelstampf und Rotkohl fürs Gemüt.

01.04.2026
Wir beide sind heute zunächst nach Richmond gefahren, einem lieblichen Ort mit vielen alten Steinhäusern und der ältesten durchgehend genutzten Brücke Australiens. In Hobart wollten wir uns dann noch einmal das 'Museum of old and new Art (MONA)' ansehen, das hatte aber geschlossen. Ein Besuch des Hafens mit Frühstück und eines Fotogeschäftes in der Fußgängerzone haben uns entschädigt. Jetzt stehen wir in Franklin am 'Huon River', auf dem Weg zur Südspitze Tasmaniens.


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