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In Rumänien sehen wir die ersten nicht motorisierten Fuhrwerke und sehr viele brütende Störche. Die Auen an der Donau bieten viel, vor allem quakende Nahrung.


Es war stürmisch und Wilhelm hat ihn fallen sehen...
Von dieser Seite waren wir das erste Fahrzeug. Zum Glück gelang die Geländeumfahrung rechts, sonst hätte es eine Weile dauern können.


In Russe sind wir über eine Brücke nach Bulgarien eingereist, weiter, nahe dem Fluss entlang gefahren und später mit einer dieser etwas abenteuerlichen Fähren wieder zurück nach Rumänien gebracht worden.


Die Bienen leben hier teils in wahren Luxuswohnmobilen.


Kurz vorm Donaudelta reisen wir in die Republik Moldau ein. Die Straßen sind sehr gewöhnungsbedürftig. Tiefe Schlaglöcher, teils über die gesamte Straßenbreite. Oft ist der komplette Asphalt weggefahren, oder es sind grobe Betonblöcke verlegt, auf denen man nur mit geringster Geschwindigkeit dahinhoppeln kann. Jeder sucht sich seinen Weg, da spielt Rechtsverkehr keine Rolle mehr. An vielen schlimmen Stellen gibt es inzwischen daneben "Offroadspuren", die allemal besser zu fahren sind... Der Ehrlichkeit halber muss erwähnt werden, dass es auch wieder längere Streckenabschnitte mit glatter Fahrbahn gibt. Welch eine Wonne!
Hier ist alles etwas ruhiger, sehr wenig Verkehr und Dörfer sind seltener, aber genau so sauber, wie alle, die wir bisher durchfahren haben. Auch wenn oft das Geld für notwendige Reparaturen fehlt, vor den Häusern wird der Naturboden gefegt, es liegt kein Müll herum und Blumen blühen.


Typischer Dachgiebel,


Orthodoxe Kirche


und Brunnenhäuschen.


Der rote Klatschmohn begleitet uns schon eine ganze Weile und ab und zu sind ganze Felder damit bewachsen: eine Augenweide.


Plötzlich mitten im Land eine Grenzkontrolle. Wir verstehen erst gar nicht was da los ist. Wir werden kontrolliert, fahren weiter, an einer Straßensperre vorbei, bewacht von echten russischen Soldaten mit Hoheitsabzeichen, die sich köstlich amüsieren, weil wir nicht wissen, welche Gastlandflagge ans Fenster muss. Sind wir schon an der Grenze zur Ukraine? Kann eigentlich nicht sein. Bei der Einreisekontrolle stellt sich heraus, dass wir in Transnistrien gelandet sind. Wir reisen ein, bekommen aber von einem sehr gut deutsch sprechenden Beamten den Rat, die Einreise in die Ukraine doch lieber von Moldawien aus vorzunehmen. Wir dürften gerne weiterfahren, was aber eben in diesem Falle nicht zweckvoll sei. Alles nachvollziehbar, wenn man die politischen Umstände in dieser Gegend bedenkt... Wir also wieder zurück. Den Russen riefen wir ein до свилáния zu, was die nett erwiderten. Die Wiedereinreise nach Moldawien verlief problemlos, weil man uns da schon kannte. Die Pässe mussten aber doch noch einmal durch den Scanner. Stunden später sind wir dann wieder aus Moldawien aus- und diesmal in die Ukraine eingereist.
Noch in der Nacht sind wir bis und durch Odessa gefahren und haben uns auf einen schönen Strandparkplatz verholt.
Dass nachts Randale war, weil ein paar besoffene Ukrainer ihr Auto am Strand festgefahren hatten, furchtbar rumbrüllten und nur knapp mit hochaufheulenden Motor an unserem Wagen vornbeischossen, zählen wir hier einmal als wenig erfreuliche Randerscheinung.


Der nächste Morgen war sonnig und Odessa wartete.


Übers Internet hatten wir eine private deutschsprachige Führung vereinbart. Alexandra machte das souverän und interessant. Wir haben in den 2 1/2 Stunden viel von ihr gezeigt und erklärt bekommen.




Die berühmte Potemkinsche Treppe, die vom Hafen hinaufführt


zum Platz mit dem Denkmal für Katharina die Große, der Stadtgründerin.




Endlich 'mal im Stehen: Ulrikes Lieblingsminilaster mit stolzem Besitzer. Ein russischer UAZ 452, Baujahr 1990 und unverwüstlich.


Die zwei Atlanten.


Die Oper, unverkennbar von Wiener Architekten entworfen.




Einige Gebäude, wie dieses schöne Kaufhaus, liebevoll restauriert,


andere dem Verfall preisgegeben.


Auf der Rückfahrt, bei der Suche nach einem Stellplatz, wurden wir von dem Besitzer dieses Hotels eingeladen sicher die Nacht auf seinem Hof zu verbringen. Er hat uns auch noch ordentlich von seinem zugegebermaßen sehr süffigen Rotwein, frisch aus dem Fass im Keller gezapft, kredenzt...




Am Strand vor dem Hotel geht Ulrike einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nach: Muscheln suchen.


Eine ukrainische Straßenschilderkuh.




Ganz im Süden der Ukraine besuchen wir noch kurz Alexandras Heimatstadt Ismajil und sehen uns die prachtvolle orthodoxe Kathedrale an.


Dann reisen wir wieder aus der Ukraine aus, in Moldawien ein, fahren ganze 2 Kilometer um dann wieder aus Moldawien auszureisen, im Niemansland im Shop für zollfreie Waren unsere restliches moldawisches Geld in 8 Flaschen moldawischen Wein umzutauschen (mehr erlaubt die EU nicht), um dann wieder in Rumänien einzureisen. Jedesmal Zoll, Polizeikontrolle, zumindest die Schiebetür öffnen, Fragen beantworten, lange warten usw. Oh wie schön ist doch Schengen.
Dafür wurden wir zuvor durch die herrliche Landschaft des Donaudeltas entschädigt.


Am Abend in Tulcea genießen wir Fisch an der Promenade mit Blick auf die Donau.

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